Aufgepickt (20) - diesmal mit DM und Euro, arm und reich, einigen Tropfen Christentum, Heute-Show, Bildung und image Drucken
Montag, den 30. November 2015 um 16:24 Uhr

Auch in den letzten Wochen fielen uns Sätze auf: weil sie so bezeichnend, provozierend, treffend, typisch, dumm, entlarvend, belustigend, intelligent, nachdenklich oder anregend sind. Wir haben wiederum völlig willkürlich eine ganz kleine Blütenlese dieser Sätze zusammengestellt. Ab und an verdichtet sich eben etwas in einem einzigen Satz, in einem ganz kurzen Textabschnitt.

"Dass die Regierung, wie vielerorts zu lesen, das Regieren eingestellt habe, ist nicht richtig. Diese Woche entschied der Bundestag, den Verkauf von E-Zigaretten und E-Shishas an Jugendliche zu verbieten." (Nicolaus Fest am 06.11.2015)

"Wer im vergangenen Jahr als Alleinlebender weniger als 987 Euro im Monat verdient hat, gilt nach EU-Definition als armutsgefährdet. In Deutschland waren 16,5 Millionen Menschen und damit in etwa jeder fünfte Bundesbürger davon betroffen." (Focus money online am 05.11.2015) - Kleiner Hinweis: Mit knapp 2.000 DM im Monat als Alleinstehender wäre niemand bereits "armutsgefährdet" gewesen. Auch nicht mit 1.800 DM oder 1.600 DM.
"Habt ihr eigentlich Spiegel zu Hause? Bucklige, verwarzte Teutonenbande. Uns kann ja wohl gar nichts Besseres passieren als ein Paar frische Gene von außerhalb. Ich habe mich mit einer Deutschen gepaart, das war der schlimmste Fehler meines Lebens. Deutschland braucht Einwanderung, schon alleine aus ästhetischen Gründen…" (Gernot Hassknecht: Nazis, Pegida, Einwanderer; "Heute-Show" 20.3.2015 - Wir wollen nach Betrachtung des Filmausschnitts nicht verheimlichen, daß wir uns über die Gene dieses Herrn Hassknecht den einen oder anderen Gedanken gemacht haben)
"Ich habe von einem Dorf in Deutschland gehört mit 100 Einwohnern, da leben nun 1500 Flüchtlinge. Und es funktioniert! Es funktioniert, weil sie die Liebe leben!" (Ein moderner schweizer Priester in einer Novus-Ordo-Messe auf ktv am Abend des 08. November 2015)
"Die Beimischung einiger Tropfen Christentums zu einer linken Gesinnung verwandelt den Trottel in einen perfekten Trottel." (Nicolas Gómez Dávila)
Bismarck bezeichnete 1859 die Presse als „das auserlesene Werkzeug des Antichristen“ (aus Hans Blum: Fürst Bismarck und seine Zeit, 1884)
"Nach „Willkommen“ hat auch das Wort „Unterstützer“ einen unangenehm fauligen Beigeschmack erhalten." (Hans Heckel, PAZ 46 / 2015)

"Nachricht des Tages: Die Bild am Sonntag meldet, dass der Bundesnachrichtendienst 225 und das Bundesamt für Verfassungsschutz 250 neue Mitarbeiter erhalten. 125 Stellen des BNDs sollen "Terrorismus" und 150 Mitarbeiter des Verfassungsschutzes "Rechtsextremismus" bekämpfen. Wir werden ersichtlich von Wahnsinnigen regiert." (Michael Klonovski, 15.11.2015)

"Sieben der fünf Verdächtigen, die am Samstag von der belgischen Polizei festgenommen wurden, sind wieder auf freiem Fuß." (Gefunden am 17.11. in der Wiener "Die Presse"). Die Mathematik-Leistungskurse in Österreich scheinen auch arg nachgelassen zu haben.

"Jedes Mal, wenn man denkt, der Boden wäre schon erreicht, klopft jemand von unten." (Kommentar auf einem politischen Bog)

"Berlin und Brandenburg senken Bildungsniveau" (metropolico am 20.11.2015) - Ja, aber wohin denn, zum Kuckuck??

„Sei sein Tod Anlass, daran zu erinnern, dass es in diesem Land Kanzler gab, die imstande waren, in freier Rede zusammenhängende Sätze mit passabler Syntax und einem erkennbaren Inhalt zu formulieren und die damit dem Zuhörer zumindest suggerierten, er, Sprecher, halte ihn für ein vernunftfähiges, überzeugenswürdiges Wesen und nicht für einen unmündigen Idioten, dem wahllos Wortbrocken und Satzstummel ins Maul gestopft gehören, auf dass er es auch künftig halte.“ (Michael Klonovski zum Tode von Helmut Schmidt)

"Nie zuvor hatten Staat, Regierung und Medien ein übleres Image als eben jetzt. Nie zuvor war die Überzeugung der Bürger stärker, planmäßig belogen und von der politischen Klasse verraten und verkauft zu werden. Das birgt indes auch etwas Gutes: Wird doch der weit verbreitete Glaube an die allsorgende Güte des sozialistischen Gouvernantenstaates nachhaltig erschüttert. Wenn das den Auslöser für ein Umdenken in Richtung weniger Staat und mehr privat liefert - was wäre daran verkehrt?" (Andreas Tögel in "eigentümlich frei", Dez. 2015)

JV