Die systematische Zerstörung der Familie durch die Politik Drucken
Montag, den 16. Februar 2015 um 10:45 Uhr

Am Samstag den 7. Februar veröffentlichte Die Tagespost einen ausgesprochen guten und mutigen Artikel von Martin Voigt unter dem Titel „Wer sind wir eigentlich?“ Der Beitrag fand in den Leserbriefen der darauf folgenden Woche ein sehr großes und positives Echo. Leider ist der Artikel auf der Website der katholischen Tageszeitung nicht kostenlos zu lesen. pius.info möchte seinen Lesern zumindest eine Zusammenfassung dieses Beitrags bieten, der den vollständigen Zerfall der Moral, die „Umwertung aller Werte“ und vor allem die systematische Zerstörung von Ehe und Familie durch den Staat thematisiert. Der Staat selbst wird damit zum Totengräber seiner eigenen Grundlage.

Der Autor beginnt mit dem Hinweis auf das Ende der Pegida-Bewegung, die sich als Sammelbecken für die diffuse Wut der Bürger über „die da Oben“ entwickelt hatte. Die Menschen nahmen an den Demonstrationen teil, weil sie ihren „Gefühlsstau“ abbauen wollten und weniger wegen bestimmter konkreter Themen. „Der Ruf „Wir sind das Volk“ ist als Frage zu verstehen. Wer sind wir eigentlich? Welche Werte wollen wir verteidigen?“, schreibt Martin Voigt, der als Jugendforscher mit dem Schwerpunkt Sexualisierung unter Teenegern arbeitet. Der Staat im Verbund mit Linksradikalen und den Medien unterließ nichts, um diesen Menschen den Mund zu verbieten, sie zu diskreditieren und nach der Methode der letzten 25 Jahre als „Nazis“ zu beschimpfen.

Voigt stellt selbst nun die Frage, die vom politisch-medialen Komplex im Verein mit den Linksradikalen unterdrückt wird. Wer sind wir eigentlich? Welche Werte wollen wir verteidigen? Ein Grund für den Zerfall von Pediga dürfte gewesen sein, dass die Teilnehmer und die Führung diese Fragen selbst nicht beantworten konnten.

Er schreibt: „Die Inventur unseres moralischen Zustands soll mit dem Programm jener Politiker beginnen, die sich weigern die Nationalhymne zu singen, die christliche Feiertage und Symbole abschaffen und den Gottesbezug aus der Verfassung streichen: Abtreibung als Menschenrecht, Babys in die Krippe, Alte in Heim, Sterbehilfe auf Rezept. Haben Politiker Schuld oder sind sie ein Symptom? Sie wollen das Ehegattensplitting und Betreuungsgeld abschaffen und reden von „Nur-Hausfrauen“ und „Heimchen am Herd“. Sie fordern Ganztags- und Gemeinschaftsschulen und Abitur für alle. Sexuelle Vielfalt soll in jedes Schulbuch. „Habt Spaß, probiert alles mal aus“, sagen die Pädagogen von pro familia.“

Das ist in Kurzform das Programm der deutschen Politik. Dahinter steht eine Kulturrevolution, die bereits seit den 1960er Jahren betrieben wird, aber auf Karl Marx, den Sozialismus und Kommunismus zurückgeht. Dass Politiker einer Partei, die sich selbst „christlich“ nennt, dabei nicht selten mitwirken, zeigt, wie weit dieses Denken heute gesellschaftsfähig geworden ist.

„Drei wesentliche Zielscheiben hat die Kulturrevolution: 1) Mutter-Kind-Bindung, 2) Familien, 3. Polarität der Geschlechter und stabile sexuelle Bindungen.“ Durch all dies werden Kinder und Jugendliche für sexuellen Missbrauch leicht zugänglich, wie der Autor mit Bezug auf das Beispiel Rothenham zeigt.

„Die totalitären Tendenzen deutscher Familienpolitik beschreibt Hanne K. Götze in ihren Beiträgen zu den psychosozialen Spätfolgen der Krippenerziehung: „Die Bindung muss – je früher, umso wirksamer – gestört werden, denn instabile Persönlichkeiten mit unsicheren Bindungsmustern sind umso leichter manipulierbar.“ Rot-Grün weiß das nicht erst seit Manuela Schwesig. Schon 2002 schwärmte Olaf Scholz vom Ausbau der Ganztagsbetreuung und von einer SPD, die „die Lufthoheit über den Kinderbetten“ und „die kulturelle Revolution“ erreicht.“

Ziel ist, wie gesagt, die Zerstörung jeder echten Eltern-Kind-Bindung, die Zerstörung der Familie als der grundlegenden Gemeinschaft, deren Manipulation nicht leicht möglich ist, da sie sich allen revolutionären Veränderungen widersetzt. Dies wussten schon Karl Marx, Friedrich Engels und Lenin, aber auch Hitler und seine nationalen Sozialisten. Dieses Ziel wird von den Revolutionären inzwischen immer mehr erreicht: „Die dritte Generation, die Enkel der 68er, entwickeln sich zu einem bindungsunfähigen, egozentrischen, konsumorientierten Proletariat, das auf einfache Reize reagiert, Universitäten an ihr Limit bringt, an Windenergie glaubt, irgendetwas „Soziales“ wählt und den x-ten Ex via WhatsApp abserviert“.

Es sind die Menschen, die bei der sogenannten Antifa mitlaufen, wenn es gegen Demonstranten geht, die für das Leben und gegen Abtreibung demonstrieren. In ihren Plakatsprüchen bringen sie eigentlich nur ihre eigenen biographischen Brüche und den daraus resultierenden Selbsthass zum Ausdruck, wie Martin Vogt schreibt. „Der Hass auf die eigene Herkunft ist der gemeinsame Nenner jeglicher linker Couleur von den steuerfinanzierten Autonomen über queer-Aktivisten bin zu Vertretern der evangelischen Kirche.

„Der Glaube ist heute zur Intimsphäre geworden, während wirklich Intimes überall publik gemacht wird“, sagte der Dresdner Bischof Heiner Koch mit offensichtlichem Bezug zu Sigmund Freud: „Schamlosigkeit ist das erste Anzeichen von Schwachsinn“.

Der Artikel kann gegen Bezahlung auf der Website der TAGESPOST heruntergeladen werden. Die Analyse des Jugendforschers ist es wirklich wert, weiter verbreitet zu werden.