Radio Vatikan und Kard. Kasper: Synode ist Aufbruch Drucken
Donnerstag, den 16. Oktober 2014 um 12:52 Uhr

Radio Vatikan, "die Stimme des Papstes", meldet heute auf seiner Internetseite: "Synode: Kirchlicher Aufbruch wie beim Zweiten Vatikanum. Der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper sieht die Sonderbischofssynode zu Ehe und Familie ganz in der Tradition eines kirchlichen Aufbruchs, wie ihn auch das Zweite Vatikanische Konzil verkörperte.

Das sagte Kasper bei einem Vortrag am Mittwochabend in Wien: „Der Geist des Konzils durchweht die Synode“, so der Kardinal. Die Beratungen fänden in einem Klima der „Zuversicht, Freude und Freiheit“ statt. Ein Zeichen dafür ist laut Kasper der viel diskutierte Zwischenbericht zur Synode.

Papst Franziskus drängt auf Veränderung

Kardinal Kasper sprach im Rahmen des „dies facultatis“ der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien über „die ekklesiologische und ökumenische Vision von Papst Franziskus“. Papst Franziskus passe nicht in das „etwas abgenutzte progressiv-konservativ-Schema“, hielt der deutsche Kurienkardinal fest. Vielmehr verbänden sich in seinem Kirchenverständnis Elemente der Tradition mit Elementen einer „ecclesia semper reformanda“ - einer Kirche, die auf Veränderung drängt. Damit stelle sich Franziskus bewusst auch in die Tradition der Konzilspäpste Johannes XXIII. und Paul VI., so Kasper."

(kap 16.10.2014 pr)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/articolo.asp?c=831262 des Internetauftritts von Radio Vatikan

 

- - Genau das alles hatten wir schon lange befürchtet, auch wenn wir es immer noch kaum glauben können. Und genau deshalb stehen wir da, wo wir stehen.
JV