Zwischenbericht der Familiensynode in Rom stößt auf harte Ablehnung Drucken
Dienstag, den 14. Oktober 2014 um 09:05 Uhr

Der Zwischenbericht der 11. Bischofssynode, die „Relatio post disceptationem“, stößt nicht nur bei zahlreichen Kardinälen und Diözesanbischöfen auf entschiedenen Widerstand, sondern auch bei katholischen Familienverbänden. So nennt im englischsprachigen Raum die katholische Familienorganisation „The Voice of the Family“ das Papier einen „Verrat“.

In der Stellungnahme des Verbandes heißt es: „Diejenigen, welche die Synode kontrollieren, haben die katholischen Eltern der ganzen Welt verraten. Wir sind der Ansicht, dass der Zwischenbericht der Synode eines der schlechtesten offiziellen Dokumente ist, die je in der Kirchengeschichte verfasst worden sind.

Glücklicherweise ist der Bericht nur vorläufig und eher dazu bestimmt, diskutiert zu werden, als dass er ein endgültiger Vorschlag ist. Es ist ganz wesentlich, dass die Stimme der gläubigen Laien, die ernsthaft nach der Lehre der Kirche leben, gleichermaßen berücksichtigt wird. Katholische Familien verteidigen die Lehre Christi über Ehe und Keuschheit mit Klauen und Zähnen.

Patrick Buckley, Vorsitzender der irischen „Voice of the Family“, erklärt:

„Der Zwischenbericht der Synode stellt einen Angriff auf Ehe und Familie dar. Der Bericht billigt zum Beispiel stillschweigend ehebrecherische Beziehungen und widerspricht so dem sechsten Gebot und den Worten unseres Herrn Jesus Christus über die Unauflöslichkeit der Ehe.

Der Bericht höhlt die definitive Lehre der Kirche über die Empfängnisverhütung aus, indem er in verschlüsselter Sprache „die Notwendigkeit unterstreicht, die Würde der Person in der moralischen Evaluation der Methoden zur Empfängnisverhütung zu respektieren“. Diese Ausdrucksweise ist die verschlüsselte Sprache jener, die die Lehre der Kirche auf einfache Richtlinien reduzieren und den Paaren die Freiheit lassen wollen, die Verhütung sozusagen nach ihrem „Gewissen“ zu wählen.

Der Bericht billigt der homosexuellen Orientierung zu unrecht einen Wert zu. Das widerspricht dem Brief der Glaubenskongregation von 1986 bezüglich der Seelsorge homosexueller Personen: „Die spezifische Neigung der homosexuellen Person ist zwar in sich nicht sündhaft, begründet aber eine mehr oder weniger starke Tendenz, die auf ein sittlich betrachtet schlechtes Verhalten ausgerichtet ist. Aus diesem Grunde muß die Neigung selbst als objektiv ungeordnet angesehen werden.“

Maria Madise, Koordinatorin von „Voice of the Family“, erklärt:

„Was sollen katholische Eltern ihren Kindern denn nun über die Empfängnisverhütung, über das Zusammenleben Unverheirateter oder über homosexuelle Lebensweisen sagen? Müssen sie ihren Kindern nun sagen, dass der Vatikan lehrt, es gebe positive und konstruktive Aspekte in diesen Todsünden? Dieser Ansatz zerstört die Gnade in den Seelen.

Es wäre falsche Barmherzigkeit, die heilige Kommunion jenen zu reichen, die ihre Todsünden gegen die Lehre Christi über die geschlechtliche Reinheit nicht bereuen. Wahre Barmherzigkeit besteht darin, diesen Menschen ein reines Gewissen durch das Sakrament der Beichte und so der Einheit mit Gott anzubieten.

Viele von denen, die vorgeben, im Namen der universalen Kirche zu sprechen, sind damit gescheitert, die Gläubigen zu lehren. Dieses Scheitern hat für die Familien noch nie dagewesene Schwierigkeiten gebracht. Für dieses Scheitern wird in dem verheerenden Zwischenbericht keinerlei Verantwortung übernommen.

Der Zwischenbericht der Synode wird die Zahl der katholischen Gläubigen mehren, die nur deshalb als „Pharisäer“ gebrandmarkt werden, weil sie die Lehre über die geschlechtliche Reinheit verteidigen.“

John Smeaton schließt:

„Wir ermahnen die Katholiken, nicht zuzustimmen, nicht einem falschen Sinn für Gehorsam nachzugeben angesichts der Angriffe gegen die Grundprinzipien des Naturrechts. Katholiken sind moralisch verpflichtet, sich der Richtung entgegenzustellen, welche die Synode einschlägt.“

(Übers.: JV)