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Neujahrsempfang des Papstes im Vatikan PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 12. Januar 2010 um 09:46 Uhr

Beim Neujahrsempfang für das Diplomatische Korps hat der hl. Vater Papst Benedikt XVI. deutliche Worte gegen die in der westlichen Welt zunehmende „Feindseligkeit“ gegenüber dem Christentum gefunden. In Politik, Kultur und Medien greife Geringschätzung um sich. Wenn der Relativismus als wesentlicher Bestandteil der Demokratie angesehen werde, drohe die Trennung von Kirche und Staat in eine grundsätzliche Ablehnung von Religion zu münden.

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Dies verletze den Frieden und führe in eine Sackgasse, so der Papst. Gegen die überlieferte Lehre der Kirche verlangte Papst Benedikt XVI. in westlichen Gesellschaften eine „positive und offene Trennung von Kirche und Staat“. Zwischen beiden müsse es eine „gesunde Zusammenarbeit und einen Geist der gemeinsamen Verantwortung“ geben.

 

Die Trennung von Kirche und Staat wurde bis zum II. Vatikanum von allen Päpsten der letzten 200 Jahre mit großer Entschiedenheit verurteilt. Diese Irrlehre entstammt dem glaubensfeindlichen Arsenal der Freimaurerei und der französischen Revolution und ist die eigentliche Ursache der modernen Feinseligkeit der westlichen Staaten gegen die Religion. Offensichtlich ist dem hl. Vater dieser Zusammenhang bis jetzt noch immer nicht klar geworden.

 

Im Blick auf den Vertrag von Lissabon, der faktisch zu Abschaffung der Nationalstaaten führt, äußerte sich der Papst zufrieden darüber, dass die Europäische Union einen offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog mit den Kirchen führen wolle. Der Vertrag lehnt ausdrücklich jede Bezugnahme auf Gott ab und ist von einem glaubensfeindlichen und säkularistischen Geist geprägt. Darüber sagte der Papst leider nichts.

 

Er bekundete nur „den Wunsch“, „dass Europa beim Aufbau seiner Zukunft stets aus den Quellen seiner christlichen Identität zu schöpfen weiß“.

 

Weiter kritisierte der hl. Vater die menschenverachtende Ideologie des Gender Mainstreaming, ohne diesen Begriff zu nennen. Er wandte sich in seiner Ansprache gegen Gesetzesvorhaben, die im Namen des Kampfs gegen Diskriminierung die natürliche Unterscheidung der Geschlechter antasteten.

 

 

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