Civitas Institut

Weihnachtsansprache des Bundeskanzlers PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 24. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

„Das Kindlein in der Krippe, der Sohn Gottes in Menschengestalt, Er, der unser aller Fehl und Schuld auf sich nimmt, das Licht der Welt, das den Menschen, den armen gequälten Menschen, Glück und Ruhe und Frieden vermitteln will, das sollten die Gedanken dieser Tage sein. Sie sollen uns erfüllen; sie sollen uns auch begleiten in das kommende Jahr.

 

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Es kam Bethlehem. Es wurde das Kind, das die Menschheit erlösen sollte, im Stalle geboren von Maria, seiner Mutter in eine Krippe gelegt. Der Glanz der Engel führt die Hirten zum Stalle; sie unterwarfen sich dem Heiland und beteten ihn an.

 

Der Stern leitete die Weisen aus dem Morgenlande zur Krippe und zum Kinde, daß sie ihm opferten. Welches Wunder! Wie tief war dieser Eingriff in die Menschheitsgeschichte, wie führte dies wunderbare Ereignis die Menschheit zu einer höheren Stufe der Entwicklung!

 

Ein rätselhaftes Wesen ist der Mensch. Wie oft handelt er gegen seine eigne bessere Erkenntnis, mißachtet er die Wahrheit und das Gute und frevelt gegen Gott.

 

Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen, die guten Willens sind. Nicht umsonst ist an der Spitze dieses Weihnachtswortes das Wort gestellt: Ehre sei Gott in der Höhe. Nicht ohne Grund ist der Verheißung des Friedens dies Wort vorangestellt. Der Friede ist uns nur verheißen, er wird uns nur gegeben, wenn wir zuerst Gott die Ehre geben, der innere Friede für jeden Einzelnen von uns und der Friede für uns alle.

 

Ich glaube wir denken alle zuwenig daran, daß zuerst Gott die Ehre gebührt. Wir alle, gleich wo wir stehen, gleich was wir tun, müssen ihm zuerst die Ehre erweisen, damit uns allen Friede werde.

 

In der Geschichte der Menschheit gibt es Perioden des lastenden Dunkels, der Unrast, des Unfriedens, der Angst; aber immer wieder hat der menschliche Geist, die menschliche Seele sich hindurchgerungen zum Licht und zum Frieden. Es ist in Wahrheit etwas Wunderbares um die Stärke, um die Kraft des Geistes und der Seele. Der Geist des Menschen, seine Seele ist unüberwindlich, weil sie von Gott her stammt.

 

Darum wollen wir nicht verzagen. Wir wollen nicht mutlos werden, wenn wir des Weges gedenken, den wir durchschritten haben, und wenn wir des Dunkels gedenken, in das er uns hineinführt. Denken wir an das Kind im Stalle, das den Menschen das Heil brachte. Denken wir an den Glanz der Engel, denken wir an den Stern, der die Weisen zu Ihm führte.

 

Denken wir daran, daß die frohe Botschaft, die Christus uns brachte, der armen Menschheit das Heil und das Licht gebracht hat und ewig bringen wird.

 

Ehre sei Gott in der Höhe. Wir wollen Gott die Ehre geben. Dann wird die Verheißung der Engel in Erfüllung gehen: Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.“

 

Weihnachtsansprache im Rundfunk von Bundeskanzler Konrad Adenauer, 1957.

 

Diesen Worten können wir nichts hinzufügen. In diesen Worten spricht unser ehemaliger Bundeskanzler das Programm des Civitas Instituts aus: Es lebe Christus, der König! Christus soll herrschen, in den Herzen der Menschen, in den Familien, den Betrieben und Verwaltungen, in der Gesellschaft und im Staat.

 

Christus  vincet, Christus regnat, Christus imperat!

 

Wir wünschen allen unseren Freunden und allen Menschen guten Willens ein gesegnetes, besinnliches Fest der Geburt unseres Erlösers und Königs.

 

 

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