Civitas Institut

Pius XII. über den Index der Bücher PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 12. März 2008 um 10:51 Uhr
pius_xii.jpgJeder von euch weiß, daß es schlechte Bücher gibt, Bücher, die schlecht für jeden sind, ähnlich jenen Giften, gegen die sich keiner für gefeit halten kann. Wie in jedem Menschen das Fleisch der Schwäche unterworfen ist und der Geist zur Auflehnung neigt, so ist derlei Lektüre für jeden eine Gefahr. Die Apostelgeschichte berichtet, daß während der Predigt des heiligen Paulus in Ephesus viele von denen, die bis dahin eitlen und abergläubischen Künsten nachgegangen waren, ihre Bücher öffentlich verbrannten. In der Folge trugen die Päpste Sorge, einen Katalog oder Index derjenigen Bücher herauszugeben, deren Lektüre den Gläubigen untersagt ist. .

Es ist ebenso noch zu bemerken, daß viele andere Bücher, obgleich sie nicht ausdrücklich durch den Index genannte werden, unter dasselbe Verbot fallen, weil sie dem Glauben und den guten Sitten schädlich sind ...


Wenn Wir an dies erinnern, so deshalb, weil in der Gegenwart die Buchproduktion ständig wächst, und viele sich die Freiheit anmaßen, alles zu lesen. Aber es kann keine Freiheit geben, alles zu lesen, wie es auch keine Freiheit gibt, alles, was man gerade zur Hand hat, zu essen und zu trinken, wie etwa Kokain oder Blausäure.


Gewiß wird nicht untersagt, den Zauber von Erzählungen reiner und gesunder menschlicher Zärtlichkeit auf sich wirken zu lassen. Selbst die Heilige Schrift bietet Szenen diese Art, die durch Jahrhunderte ihre idyllische Frische bewahrt haben, wie die Begegnung Jakobs und Rachels oder die Verlobung des jungen Tobias. Es gibt genug geistvolle Autoren, die gute und sittlich wertvolle Romane geschrieben haben. Aber neben diesen reinen Blüten, welch üppiges Sprießen giftiger Gewächse in dem weiten Reich der Werke der Phantasie! Allzuoft werden diese, weil leichter zugänglich und auffallend dargeboten, gepflückt und wegen ihres schärferen und berauschenden Duftes eingeatmet.
„Ich bin kein Kind mehr“ - sagt die junge Frau - „und kenne das Leben; daher habe ich den Wunsch und das Recht, es noch besser kennenzulernen.“


Die Arme merkt gar nicht, daß sie die Sprache Evas im Anblick der verbotenen Frucht spricht. Glaubt sie etwa, daß man, um das Leben zu kennen, zu liebe, zu nützen, seine Mißbräuche und seine Mißbildungen erforschen muß?


„Ich bin kein Kind mehr“ - sagt auch der junge Mann - „in meinem Alter richten sinnliche Schilderungen und lüsterne Szenen keinen Schaden mehr an.“ Ist er dessen wirklich sicher? Wenn es wahr wäre, wäre es bereits ein Zeichen unbewußter Verderbtheit, die oft die Frucht schlechter Lektüre ist.
Glaubt aber nicht, junge Männer und Frauen, die ihr euch manchmal hinreißen laßt, bedenkliche Bücher, vielleicht insgeheim zu lesen, daß dies ohne Wirkung auf euch bliebe. Fürchtet vielmehr, daß die Wirkung, wenn sie nicht sofort eintritt, um so bösartiger ist.“



(Pius XII. in einer Ansprache an Neuvermählte vom 31. Juli 1940.)
 

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