Civitas Institut

UNO: Papst verteidigt das Naturrecht PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 26. September 2015 um 12:23 Uhr

Vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen hat Papst Franziskus, zum Teil mit Bezug auf die Bundestagsrede seines Vorgängers, Papst Benedikts XVI., wesentliche Aspekte des Naturrechts verteidigt. Da man von Papst Franziskus die Verteidigung und die Bezugnahme auf das Naturrecht eher nicht gewohnt ist und nicht erwartet hat, ist diese Rede erwähnenswert. Im Vorfeld der UN-Vollversammlung haben die afrikanischen Bischöfe weit klarer und entschlossener als der Papst grundlegende naturrechtliche Positionen gegen den neuen linken Kolonialismus mit scharfen Worten verteidigt.

In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung am 25. September 2015 erklärte sich der Hl. Vater zum Anwalt der „Armen, der Alten, der Kinder, der Kranken, der Ungeborenen, der Arbeitslosen, der Verlassenen und derer, die man meint ‚wegwerfen‘ zu können“. Dies berichtet DIE TAGESPOST (DT vom 26.09.2015, Titelseite). Mit Berufung auf Papst Benedikt XVI. verteidigte der Papst das Naturrecht und verurteilte die menschenverachtende Gender-Ideologie und die Praxis der Abtreibung. Von deutschen Bischöfen sind solche Äußerungen bisher eher nicht überliefert. Franziskus forderte die „Anerkennung eines Sittengesetzes, das in die menschliche Natur selbst eingeschrieben ist“, eine klare Formulierung, wie sie auch vom letzten Papst wiederholt vorgetragen wurde.


Entsprechend des natürlichen Sittengesetzes gäbe es eine „natürliche Unterscheidung zwischen Mann und Frau (…), sowie die uneingeschränkte Achtung vor dem Leben in allen seinen Stadien und Dimensionen“, so Papst Franziskus vor der UNO. Zugleich wandte er sich gegen „eine ideologische Kolonialisierung“, die „abnorme Lebensmodelle und –stile durchsetzt“ und der Identität der Völker fremd und letztlich unverantwortlich ist. Das waren erfreulich Worte, die direkt gegen die zentrale westliche Gender-Ideologie gerichtet sind und die mit allen Mitteln, insbesondere mit Erpressung, in der ganzen Welt und besonders in den Entwicklungsländern durchgesetzt werden soll.

Ob der Papst dabei den dramatischen Appell der afrikanischen Bischöfe aufgegriffen hat, ist nicht bekannt. Diese hatten kurz vor der UN-Vollversammlung eine Erklärung veröffentlicht, die sich insbesondere gegen die Gender-Ideologie und die ganze Kultur des Todes richtet und an Schärfe und Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

In ihrem Schreiben, das bei dem letzten Treffen der afrikanischen Bischofskonferenz verfasst wurde, wenden sich die afrikanischen Bischöfe, die hier eindeutig für die Mehrheit der afrikanischen Völker sprechen, gegen den neuen linken Imperialismus der westlichen Staaten mit dem Ziel, die Familie als Stammzelle der afrikanischen Gesellschaft zu vernichten. Sie wenden sich gegen jede Einmischung der arroganten westlichen Politiker und werfen dem Westen vor, unter dem Label „sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ eine Kultur des Todes auf dem afrikanischen Kontinent durchsetzen zu wollen. Die Bischöfe fordern die westlichen Staaten auf, ihre Kampagne zur Verbreitung der „Kultur des Todes“ unverzüglich zu beenden.

Bekanntlich machen zahlreiche weltliche Staaten ihre Entwicklungshilfe davon abhängig, dass in den Ländern Afrikas Abtreibung und freier Zugang zu Verhütungsmitteln gesetzlich durchgesetzt wird und Homosexualität und ähnliche sexuelle Absonderlichkeiten uneingeschränkt praktiziert werden dürfen. Dies sind Methoden der Imperialisten und Kolonialisten der übelsten Sorte, nur diesmal kommen sie von linken Politikern und Bürokraten. Derartige Abkommen werden deshalb auch von den afrikanischen Bischöfen zu Recht als eine „neue Form der Sklaverei“ gebrandmarkt. „Im inneren unseres Herzens fühlen wir uns verletzt durch die Angriffe auf das Leben, auf die Familie, auf die gesunde menschliche Entwicklung unserer jungen Generation sowie auf die freie Entfaltung der Frau“.

Mit ungebremster Geschwindigkeit werde Afrika fremdbestimmt von „egoistischen und perversen Interessen“, durch die man in den afrikanischen Kulturen und Gesellschaften einen organisierten Individualismus und Hedonismus fördern wolle, der allen Traditionen des Kontinents widerspreche.

Klare und entschlossene Worte finden die Bischöfe weiterhin gegen die Pharmaindustrie, die von den linken Imperialisten, zu denen in Deutschlands besonders die „Grünen“ gehören, gefördert wird. Die Pharmaindustrie werde zu einer zunehmenden Bedrohung der Souveränität afrikanischer Staaten und deren Kulturen und Wertvorstellungen. Wörtlich heißt es in der Erklärung der afrikanischen Bischöfe: „Afrika ist kein riesiger potenzieller Markt für Pharmaunternehmen, um Verhütungsmittel zu verbreiten“. Der politische und wirtschaftliche Druck der auf die afrikanischen Staaten ausgeübt werde verfolge das Ziel, die Größe der afrikanischen Bevölkerung zu kontrollieren und sogar drastisch zu reduzieren.

„Die Milliarden, die der Verbreitung von Verhütungsmitteln und einer Sexualerziehung gewidmet sind, die universelle moralische Normen missachtet, sind ein Skandal, eine neue Form der Sklaverei und der Huldigung des Geldes!“

Das Civitas Institut fordert die deutschen Bischöfe auf, sich mit ihren afrikanischen Mitbrüdern zu solidarisieren und für die Forderungen der Afrikaner bei der Bundesregierung einzutreten!

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 25 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!