Civitas Institut

Aufgepickt (12). Diesmal: Erzbistum Köln, Betreuungsgeld, Naivität und kulturelle Ignoranz, Günter Grass PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 20. Mai 2015 um 14:53 Uhr

Auch in den letzten Wochen fielen uns Sätze auf: weil sie so bezeichnend, provozierend, treffend, typisch, dumm, entlarvend, belustigend, intelligent, nachdenklich oder anregend sind. Wir haben wiederum völlig willkürlich eine ganz kleine Blütenlese dieser Sätze zusammengestellt. Ab und an verdichtet sich eben etwas in einem einzigen Satz, in einem ganz kurzen Textabschnitt.

„Bitte prüfen Sie, ob diese Mail ausgedruckt werden muss! Save our planet!“ (stand bis vor kurzem unter den Presseaussendungen der Pressestelle des Erzbistums Köln. Wenn da wenigstens stünde: „Save our Church“ - wir wären schon viel weniger unzufrieden)

Gespräch mit einem Sozialarbeiter aus Schleswig-Holstein: „Das von der CSU durchgesetzte Betreuungsgeld halte vor allem diejenigen Kinder von Kita und Kindergarten fern, die den dortigen Umgang und Unterricht am dringendsten nötig hätten. Ganz generell seien die meisten Familienleistungen nach seiner Erfahrung sinnlos. Milliarden würden ausgegeben, der Ertrag sei kläglich. Was sich Familienpolitik nenne, sei häufig Betreuungspolitik, nämlich Klientelpolitik für Betreuer, für Sozialarbeiter, Kitas, Hilfsorganisationen. Aus seiner Sicht helfe nur ein strenges, mindestens halbjährliches Monitoring der Kindesentwicklung ab dem 2. oder 3. Lebensjahr, verbunden mit drakonischen Eingriffen des Staates. Würden Defizite erst bei der Einschulung festgestellt, sei es zu spät. Dass sich Eltern von selbst um ihre Kinder kümmern oder irgendeine Einsicht in die Bedürfnisse ihrer Kinder hätten, wäre eine zwar optimistische, von der Wirklichkeit aber oftmals nicht gedeckte Vorstellung. Vor allem bei grenzschlichten Personen sei jede ‚Einbindung’ der Eltern vergebens; hier würden nur detaillierteste Anordnungen helfen: Was die Kinder in die Schule mitnehmen, was sie danach im Kühlschrank finden müssten, was zum Abendbrot. Wieviele Brote, welcher Aufstrich, Milch statt Cola. Hanuta sei kein Mittagsessen, Bier mit Zucker kein Getränk für 6-jährige, auch wenn die dann ‚immer so gut schlafen’. Selbst am allereinfachsten Basiswissen fehle es. Was früher jedes Bauernmädchen wusste, ist irgendwie verlorengegangen. (Quelle) - Über das "irgendwie" im letzten Satz sollte man, so meinen wir, nochmals gründlich nachdenken. Da gibt es in dieser seit Jahrzehnten nach links versackenden Gesellschaft (seit viel mehr als 47 Jahren!) durchaus nachverfolgbare Gründe, vor allem in schulischer bzw. allgemein pädagogischer Hinsicht. Auch hier scheitert eben der Sozialismus, und zwar massiv und mit entsetzlichen Folgen für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Und eines stimmt doch definitiv auch: mit Betreuungsgeld allein ist nichts getan, wenn der Geist dahinter nicht mehr stimmt.
„Unter Linken fast ein Gemeinplatz: Die ‚Naivität’ und ‚kulturelle Ignoranz’ der Amerikaner, die sich nicht zuletzt im Versuch offenbart habe, das irakische Volk mit Demokratie und westlichen Werten zu beglücken. Genau dieselben Leute propagieren verläßlich die Reformierbarkeit des Islam.“ (Quelle)
„Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.“ (Michael Klonovsky)
Die FAZ bringt am 15. Mai einen Artikel, in dem eine Türkin sich beklagt, daß sie – seit 40 Jahren in Deutschland lebend und Steuern zahlend – nun ihren Mann in ein Altersheim bringen und feststellen müsse, dass dort niemand ihre Sprache, also: türkisch spreche.
Aus einem Nachruf auf den sozialdemokratischen Autor Günter Grass: „So ruhe er denn in Mahnfried.“ - Wir meinen mit der BRD-Kulturstaatsministerin Monika Grütters ("C"DU), daß Grass' Vermächtnis durchaus neben dem Goethes stehen kann. Aber, um Himmels Willen!, nur im Regal und, bitte, auch nur aus Gründen der alphabetischen Ordnung.
„Erzbistum Köln. Die neue Film-Arbeitshilfe „Flucht, Migration und Asyl im Film“ der Medienzentrale des Erzbistums Köln bietet didaktische Tipps und Informationen zu ausgewählten Filmen sowie darüber hinaus theoretische Anregungen aus Politik-, Sozial-, Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie für die vertiefte Beschäftigung mit dem Thema. - Für den Einsatz in Schule, Kinder- und Jugendarbeit, Seelsorge und Erwachsenenbildung werden herausragende Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme vorgestellt und didaktisch aufbereitet, die für die Situation von Flüchtlingen sensibilisieren, Hintergründe von Flucht und Migration vor Augen führen und Möglichkeiten der Hilfe aufzeigen. Ziel ist die Förderung einer respektvollen und sachgerechten Diskussion des aktuellen, vielschichtigen und umstrittenen Themas. Im Rahmen der Flüchtlingshilfe des Erzbistums Köln „Aktion Neue Nachbarn“ soll die Arbeitshilfe einen Beitrag zu einer Willkommenskultur für Flüchtlinge leisten.“ (PEK aktuell vom 20.05.2015) – Frage: ist es erlaubt, dem Bischof Steuern zu zahlen?

JV


 

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