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Die AfD zerlegt sich selbst PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 19. Mai 2015 um 13:19 Uhr

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) ist offensichtlich derzeit dabei, sich selbst zu zerstören. Für viele Katholiken war die AfD zu einer neuen Hoffnung geworden, einer Alternative zu den im Bundestag vertretenen Einheitsblock. Viele Katholiken und Konservative, die oft seit Jahrzehnten entweder kleine Splitterparteien wie die „Christliche Mitte“ wählten oder zumeist gar nicht mehr zu Wahl gingen (bzw. bewusst ungültig stimmten), haben bei den letzten Bundestagswahlen und anderen Wahlen der AfD ihre Stimme gegeben. Nun sieht es danach aus, als ob das Ende der AfD absehbar ist.

Es wäre falsch an dieser schweren Krise in der AfD allein dem liberalen Flügel um Lucke und Henkel die Schuld zu geben. Viele Konservative, die vermutlich in der Mehrheit sind, haben sich nicht wesentlich besser verhalten.

Dadurch sind die Gräben zwischen den verschiedenen Flügeln immer tiefer geworden und in der Partei entwickelte sich eine Atmosphäre, wie sie bei den anderen Parteien üblich ist: "Parteifreund" ist der Komparativ zu "Todfeind". Offenbar sind beide Flügel der AfD blind für die Tatsache, dass kein Flügel allein in der Lage ist, die 5 Prozent Hürde zu überwinden.

Selbstverständlich wäre eine Partei wünschenswert, die wirklich „konservativ“ ist, wobei eigentlich heute kaum noch klar ist, was damit genau gemeint ist. Wichtiger als solche Etiketten ist eine klare und unmissverständliche Orientierung der Programmatik und Tätigkeit der Partei am Naturrecht. Die gemeinhin als „konservativ“ bezeichneten Mitglieder der AfD stehen einer naturrechtlich orientierten Politik oftmals näher als die Liberalen, denen solche Inhalte zumeist fremd sind. Konsequent für das Naturrecht treten besonders die Katholiken in der AfD ein, von denen es aber eher wenige gibt.

Allerdings wäre eine Debatte über eine naturrechtliche Fundierung der Programmatik der AfD ein möglicher Weg, die Zwistigkeiten und den oftmals sinnlosen Streit zu überwinden. Das Problem besteht nicht darin, ob man das „Nationale“ stärker betonen sollte ohne ähnliche fruchtlose Debatten, sondern im Mittelpunkt müsste eine Programmatik stehen, bei der die Familienpolitik, der Kampf gegen die Genderideologie, gegen Homo-„Ehe“, die staatlichen Eingriffe in das Erziehungsrecht der Eltern und andere Angriffe des Staates auf die Rechte der Familien diskutiert werden.

Dazu sind die Liberalen aber in den meisten Fällen nicht bereit. Sie wollen sich von der im Bundestag (inkl. FDP) vertretenen Einheitspartei möglichst wenig unterscheiden und sind eigentlich nur gegen die Eurorettungspolitik. Und deshalb wird es wohl keinen Kompromiss geben und die Partei wird spätestens nach dem Bundesparteitag in zwei oder mehr kleine Splitterparteien zerfallen, von denen dann in zwei Jahren niemand mehr redet.

Die Vorbereitungen dazu sind im Gang. Lucke, Henkel und ihre liberalen Parteifreunde haben den Kampf eröffnet, wie die Medien berichten und bereiten sich auch auf eine Parteineugründung vor. Dies wird dann eine Anti-Euro FDP. Sie testen derzeit ihren Rückhalt in der Partei. Sollten die Konservativen bereits die Mehrheit haben, wovon man ausgehen kann, wollen sie eine neue Partei gründen.

 

 

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