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Britisches Rotes Kreuz: Verzicht auf politisch inkorrekten Ehrenamtler PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 05. November 2014 um 15:05 Uhr

Bryan Barkley (71) hat sich seit 20 Jahren mit großem (auch zeitlichem) Einsatz für das britische Rote Kreuz engagiert. Das jedoch ist jetzt Vergangenheit. Sein einsamer Protest gegen die „Ehe“ Gleichgeschlechtlicher wurde ihm von der Leitung des Roten Kreuzes mit einem Brief gedankt, in dem ihm mitgeteilt wurde, seine Ansicht sei „nicht vereinbar mit den Werten“ dieser mildtätigen Organisation.

Barkley ist überzeugter Christ und hielt eine Mahnwache vor der Kathedrale seiner Heimatstadt Wakefield in der Grafschaft Yorkshire. Dabei trug er ein Plakat mit der Inschrift „No same sex marriage“. Das ist alles...

Er hatte sich beim Roten Kreuz bewährt. Als Zivilingenieur in Frührente war er vor zwanzig Jahren zum Roten Kreuz gestoßen und hatte für einen internationalen Suchdienst gearbeitet, der getrennte Familien aus Osteuropa, den Nahen Osten und Afrika wieder zusammenführte. Diesen Suchdienst hatte er sogar noch kürzlich auf einer Gartenparty im Buckingham-Palast offiziell vertreten.

Bryan Buckley ist seit 42 Jahren verheiratet und versichert, überhaupt nichts gegen Homosexuelle zu haben. „Ich meine aber nicht, dass das Parlament die Meinung des Volkes vertritt, wenn es die Definition von Ehe verändert“, versichert er. „Was habe ich Schlechtes getan? Ich glaube leidenschaftlich daran, dass die Einrichtung der Ehe eben für einen Mann und eine Frau gilt, und dass sie der Eckstein unserer Gesellschaft ist. Was kann daran schlecht sein, das öffentlich zu sagen? Man ist dabei, die Meinungsfreiheit in diesem Land zu ersticken.“

Er hat sich entschieden, gegen seinen von ihm als „ungerecht und grundlos“ empfundenen Rauswurf Widerspruch einzulegen.

Dieser Hinauswurf erfolgt nach einer ersten Vorladung im Mai, bei der er einem disziplinarischen Verhör unterworfen wurde, in dessen Verlauf der örtliche Verantwortliche des Roten Kreuzes, Andy Peers, feststellte, die Organisation „Rotes Kreuz – Roter Halbmond“ keinerlei Ansicht oder Urteil bezüglich der Homosexuellen-“Ehe“ habe, da sie „unparteiisch und neutral“ sei. Nichtsdestotrotz wurde Barkleys Absetzung am vergangenen 8. August ausgesprochen.

„Kleine“ Nachrichten wie diese werfen oft ein ganz bezeichnendes Licht auf Gegebenheiten, Verhältnisse, Stimmungen und Pressionen. Und: so etwas ist immer und überall möglich.

JV

 

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