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Zapatero will die Einheitsreligion vorbereiten PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 19. Juli 2014 um 09:03 Uhr

Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero hat am vergangenen Dienstag bei einem internationalen Symposium über den Weltfrieden an der Nebrija-Universität von Madrid die Schaffung einer „dauernden Allianz der religiösen Bekenntnisse“ vorgeschlagen, welche mit der „Allianz der Zivilisationen“, einer seiner weiteren Schöpfungen, und mit der UNO eng verbunden sein soll.

„Die Allianz genügt heute nicht mehr. Was nötig ist, das ist die Union, die Vereinigung. Die Vereinigung der Religionen, der Kulturen, zugunsten des Friedens“, erklärte Zapatero. „Eine globale religiöse Autorität“, welche als „Grundprinzipien“ die Achtung des religiösen Pluralismus und die Religionsfreiheit hätte, um die Kriege zu beenden.

Die spanische Internetseite „Infocatolica“ glaubt kein Wort davon; sie titelt: „Zapatero stellt hier sein Modell des Antichristen vor.“

Tatsächlich ist dieser Vorschlag vor allem durch seine Verteidigung des Relativismus ein weiterer Schritt in Richtung der Diktatur eben dieses Relativismus', denn für ihn ist die einzige Wahrheit „die Freiheit und die Achtung aller Bekenntnisse.“

Der ehemalige spanische Präsident, der als verbissener Förderer der Kultur des Todes in allen ihren Erscheinungsformen aufgefallen ist, will mit allen Erscheinungsformen des „Fanatismus“ Schluss machen, und den Fanatismus beschreibt er als das, was in Spanien „vierzig Jahre lang“ vorherrschte und dann der Demokratie Platz machen musste...

Schon die Tatsache allein, dass man glaubt und dass man sich im Besitz der Wahrheit glaubt, führt zur Gewalt, und daher muss jegliches Dogma unbedingt zurückgewiesen werden... Die Überlegung ist primitiv einfach und sehr leicht zu durchschauen. Weg mit den religiösen Dogmen, Platz für aufgezwungene „Werte“: Demokratie, Religionsfreiheit steht über der Wahrheit, die Menschenrechte stehen höher als alles andere...

Nicht genug damit, dass die Glaubensrichtungen relativiert werden: nach dem Willen Zapateros soll diese Institution eine Dialoginstanz sein, insbesondere für den Dialog mit feministischen Organisationen, denn die Religionen haben für Zapatero „ein Problem“ mit den Rechten der Frauen. Die religiösen Autoritäten sollen auch bei den Themen Jugend, Medien, Migration und Erziehung zusammenarbeiten. Ein Projekt also, in dem die Kultur einen herausragenden, einen revolutionären Stellenwert haben soll.

Die Zivilisation, welche Zapatero vorschlägt, ist weder europäisch, noch christlich. Sie ist die Europäische Union: „Die Europäische Union ist das wichtigste zivilisatorische Projekt der gesamten Geschichte; es ist jedoch ein neues Projekt. Und wie bei jedem historischen Projekt handelt es sich nicht um ein Laborexperiment: es verwirklicht sich in dem Maße, wie es – vorangebracht durch eben diese zwei großen Prinzipien, zur Union für den Frieden und für die Demokratie wird.“

Ein Riesenschritt in Richtung eines religiösen Synkretismus.

Die letzten Worte des Neuen Testaments (vor dem abschließenden Segenswunsch) lauten bekanntlich „Maranatha“, „Komm, Herr Jesus“.

(Quelle, frz.)

JV

 

 

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