Civitas Institut

Peter Scholl-Latour zur Krise in der Ukraine PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 08. März 2014 um 11:35 Uhr

Peter Scholl-Latour wird morgen 90 Jahre alt. Er ist sich stets treu geblieben und hat sich selten dem Medien Mainstream unterworfen. Auch jetzt, in der Ukraine-Krise beweist er Realismus. Seine Einschätzung der Situation wird den tatsächlichen Verhältnissen gerecht anstatt in das Geschrei der EU und der USA einzustimmen, die Sanktionen gegen Russland fordern und den Russen die alleinige Schuld an der Krise geben, obwohl es gerade die EU war, die diese Krise verursacht hat. Einige Aussagen eines alten und weisen Journalisten

Zu den Reaktionen westlicher Politiker sagt Peter Scholl-Latour: „Völlig überzogen, unrealistisch und von Voreingenommenheit gegenüber Russland geprägt. Vergessen wir nicht: Weder die derzeitige Kiewer Regierung noch der Präsident sind legitimiert. Auch ich halte wenig von dem gestürzten Präsidenten Janukowitsch. Der rechtmäßige Präsident der Ukraine ist er dennoch. Und was die Amerikaner anbelangt: Sie sollten nicht zu laut tönen. Sie haben schon dreimal rote Linien gezogen und nicht eingehalten.“

Und bei der Krim gelte es zu bedenken, „dass die Schenkung der Halbinsel Krim durch den damaligen Präsidenten Nikita Chruschtschow im Jahr 1954 an die Ukraine ebenfalls den Normen des Völkerrechts nicht entsprochen hat.“ (DT, Samstag 8.03.14, S.2)

In einem Interview mit den Ruhr-Nachrichten äußert sich Scholl-Latour ganz ähnlich: „Beide Seiten sollten sich jetzt zurückhalten. Viele Informationen über den Konflikt sind doch sehr einseitig. Der Maidan in Kiew ist nicht die Ukraine. Die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung war stets pro-russisch. Offenbar hat auch die Bundesregierung geglaubt, dass der Aufstand in Kiew repräsentativ für die gesamte Ukraine war. Das Land ist ethnisch und religiös sehr unterschiedlich und geteilt.“

Auf die Frage: Präsident Putin setzt aber offenbar bewusst auf Konfrontation, antwortet Peter Scholl-Latour: „Russland ist für uns ein viel wichtigerer Partner als die Ukraine. Es macht doch keinen Sinn, immer auf Putin einzuschlagen. Putin ist doch als Präsident an der Spitze Russlands das geringere Übel. Er ist relativ europa- und deutschlandfreundlich. Es ist idiotisch, mit ihm immer neue Auseinandersetzungen anzuzetteln.“

Die EU ist bestrebt, ihre naturrechtswidrige, familienfeindliche und gesellschaftszerstörerische Politik auf die ganze Welt auszubreiten. So fordert die EU z.B. von allen Ländern, die mit der EU zusammenarbeiten wollen, die Anerkennung der Gender Mainstreaming Ideologie und Sonderrechte für Homosexuelle. Russland wehrt sich bisher konsequent gegen derartige Machenschaften und so versucht die EU Stück für Stück alle Länder Osteuropas unter ihre Vorherrschaft zu bringen. Derzeit geht es dabei um die Ukraine. Wüssten die einfachen Bürger der Ukraine, was ihnen bei einer EU-Mitgliedschaft bevorstünde, wüssten sie sofort, für wen sie sich zu entscheiden haben.

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 11 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!