Civitas Institut

Drei kleine Bemerkungen über die Ukraine PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 05. März 2014 um 14:30 Uhr

Die von den Westmächten als „legitim“ erklärte ukrainische Regierung hat der russischen Sprache den Status als offizielle Sprache aberkannt. Nun ist es aber so, dass ein großer Teil der Ukraine ohne die russische Sprache gar nicht funktionieren kann. In dem Augenblick jedoch, in welchem auf den wichtigsten offiziellen Gebäuden im Süden und Osten des Landes die russische Fahne weht, ist das so ziemlich ohne Belang.

Die von den Westmächten als „legitim“ erklärte ukrainische Regierung hat den Erlaß vom 21. November 2013 außer Kraft gesetzt, welcher die Zustimmung zur Assoziation mit der EU aufschob, sie hat die Vorbereitungen zur schnellstmöglichen Unterzeichnung dieses Vertrages wieder aufgenommen. Catherine Ashton selbst hat das bestätigt. Es sei daran erinnert, dass die EU der Ukraine 610 Millionen Euro Soforthilfe zugesagt hat, wenn sie diesen Vertrag unterzeichnet, Russland jedoch 11 Milliarden Euro, wenn sie den Vertrag mit Russland unterschreibt... Damals hatte die Ukraine bereits ihrer ureigensten Interessenlage entsprechend entschieden, „man“ hat ihr jedoch anscheinend sehr schnell ihren Irrtum begreiflich gemacht. Die aktuelle Regierung spricht davon, bis 2015 35 Milliarden Dollar zu brauchen. Der Internationale Währungsfond IWF wird in Kürze eine Untersuchungskommission in die Ukraine schicken, um die Lage zu sichten. Man spricht von einem Kredit in Höhe von 12 Milliarden Dollar. Julia Timoschenko hatte jedoch bereits 2008 über einen Kredit von 16 Milliarden verhandelt, der nach einem Jahr auf Eis gelegt wurde, und 2013 hatte der IWF Wiktor Janukowitsch 15 Milliarden gewährt, die wiederum ein Jahr später auf Eis gelegt wurden...

Im diplomatischen Schlagabtausch ist Litauen am weitesten gegangen: es hat seinen Botschafter aus Russland zurückgerufen. Diese Solidarität mit der Ukraine ist rührend. Die bekannte Animosität Litauens gegen die Russen ist historisch verständlich. Es drängt sich allerdings der Gedanke an ein historisches Echo aus jenen Zeiten auf, als Wilna die Hauptstadt des Großherzogtums Litauen war, das zur polnischen Krone gehörte. Damals war Wilna die Hauptstadt eines riesigen Gebietes von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, dessen größter Teil die Ukraine war.

JV

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 19 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!