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Wie weit die Gender-Ideologie geht PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 20. Februar 2014 um 08:18 Uhr

Die Unternehmerin Scheherasade Semsar de Boisséson ist Franko-Iranierin und hat ihre Studien in den USA absolviert. Seit Juli sitzt sie im Verwaltungsrat der renommierten Georgetown-Universität im Staat Washington D.C., nachdem sie bereits mehrere Führungspositionen in der Verwaltung der Universität eingenommen hatte. In einem Interview klärt sie über die Lage an us-amerikanischen Schulen und Universitäten auf.

„Die Gender-Studien haben sich einen Platz im gesamten Schulwesen der Vereinigten Staaten geschaffen. Es gibt darüber keinen Unterricht im eigentlichen Sinne, sie haben jedoch Stück für Stück immer mehr an Bedeutung im Schulleben gewonnen. Ein Beispiel von vielen: in einer Schule in Kalifornien findet man diese Inschrift auf einer der Türen: „If you identify yourself as a boy, this is your toilet“ (Wenn du dich als Junge fühlst, ist dieses deine Toilette). Ein anderes Beispiel, wiederum in Kalifornien: eine 5. Klasse wird im Sexualkundeunterricht in drei Teile geteilt. Wie geschieht es zwischen zwei Männern, zwei Frauen, zwischen Mann und Frau... Im alltäglichen Leben übrigens wird auf Behördenformularen nicht mehr nach dem biologischen Geschlecht gefragt, sondern nach dem „gefühlten“ Geschlecht.

Und wie ist es an der Universität?

Sämtliche Universitäten sind verpflichtet, ein LGBTQ-Zentrum einzurichten (ein Zentrum für Lesbierinnen, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und „Queer“), von der bekanntesten (Harvard) bis hin zu einer kleinen Universität tief in Ohio. Solche Zentren wurden seit Ende der 80er Jahre eingerichtet. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurden dann mehrere Prozesse in diesem Sinne gewonnen. Was das „Q“ für „queer“ anbetrifft – was man übersetzen kann als „die es nicht genau wissen“ oder auch als „verdreht“ -, so wurde es in den 2000er Jahren hinzugefügt. Das „queer“ stellt sich gegen die Normen, welche es als von der heterosexuellen Mehrheit aufgezwungen betrachtet. So soll die Ausnahme gesellschaftliche Regeln festlegen.

(…). Harvard musste vor kurzem akzeptieren, dass auch die Kategorie „sado-maso“ auf seinem Campus unter der Bezeichnung „kinky“ (pervers) vertreten ist. Seither kämpfen gewisse Kreise darum, dass auch ein „I“ für „intersexuell“ und ein „A“ für „asexuell“ hinzugefügt wird. Das nimmt kein Ende... Inzwischen beginnt man jedoch, die Absurdität solcher Forderungen zu bemerken, die lediglich die sexuelle Praxis offenlegen. Eine vor allem universitäre Bewegung, die zwar die „gender studies“ unterstützt hat, findet, dass die Dinge zu weit gehen und dass man dabei ist, in einen „Homo-Nationalismus“ zu verfallen. Vereinigungen zur Verteidigung der Rechte Homosexueller haben sogar das „no homonationalism“ ins Leben gerufen.

(…). Unter dem Deckmantel der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter hat man dieses Gender-Konzept verbreitet. Wie weit muss man nun mit den Ausnahmen gehen? Wenn man zehntausend Studenten zu verwalten hat, mit all den Problemen, die das mit sich bringt, ist es dann vernünftig, den sexuellen Praktiken von 0,1 % der Bevölkerung so viel Zeit zu opfern? (…). Von der Problematik „ein Mann liebt einen Mann“ ist man zu der Vorstellung übergegangen, dass jeder Mann oder Frau sein kann und dass es kein biologisches Geschlecht gebe. Diese Verwirrung erscheint mir sehr negativ. Sie ist ein Teil der Vorstellung, welche in der – sagen wir – Generation 2.0 verbreitet ist, der Vorstellung nämlich einer Übermacht des Menschen über die Natur. (…).“

Quelle hier; Übers.: JV

 

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