Civitas Institut

Deutsche Bischöfe im Kampf gegen die Euthanasie PDF Drucken E-Mail
Montag, den 17. Februar 2014 um 05:32 Uhr

In Europa wird die „Diskussion“ um die Euthanasie angeheizt – in den Niederlanden, in Belgien und in Luxemburg ist die Frage entschieden, in Frankreich dienen seit längerem besonders emotionsträchtige Fälle dazu, die öffentliche Meinung in bestimmte Bahnen zu lenken. Deutsche Bischöfe haben in dieser Frage längst dezidiert Stellung bezogen.

„(...) Seit einigen Monaten hören wir Berichte, dass aus Heil- und Pflegeanstalten für Geisteskranke auf Anordnung von Berlin Pfleglinge, die schon länger krank sind und vielleicht unheilbar erscheinen, zwangsweise abgeführt werden. Regelmäßig erhalten dann die Angehörigen nach kurzer Zeit die Mitteilung, der Kranke sei verstorben, die Leiche sei verbrannt, die Asche könne abgeliefert werden. Allgemein herrscht der an Sicherheit grenzende Verdacht, dass die zahlreichen Todesfälle von Geisteskranken nicht von selbst eintreten, sondern absichtlich herbeigeführt werden, dass man dabei jener Lehre folgt, die behauptet, man dürfe sogar lebensunwertes Leben vernichten, also unschuldige Menschen töten, wenn man meint, ihr Leben sei für Volk und Staat nichts mehr wert. Eine furchtbare Lehre, die die Ermordung Unschuldiger rechtfertigen will, die die gewaltsame Tötung der nicht mehr arbeitsfähigen Invaliden, Krüppel, unheilbaren Kranken, Altersschwachen grundsätzlich freigibt.

(…) Wenn einmal zugegeben wird, dass Menschen das Recht haben, 'unproduktive' Mitmenschen zu töten – und wenn es jetzt auch nur arme, wehrlose Geisteskranke trifft –, dann ist grundsätzlich der Mord an allen unproduktiven Menschen, also an den unheilbar Kranken, den arbeitsunfähigen Krüppeln, den Invaliden der Arbeit und des Krieges, dann ist der Mord an uns allen, wenn wir alt und altersschwach und damit unproduktiv werden, freigegeben. (…)"

(Die bekanntesten Sätze aus der „Euthanasiepredigt“ des sel. Clemens August Graf von Galen, Bischof von Münster, vom 3. August 1941 in St. Lamberti. Volltext der Predigt u.a. hier. Die Predigt wurde damals geheim auf Flugblätter gedruckt und verbreitet. Wegen der sich im Volk ausbreitenden Unruhe wurden die Euthanasie-Anstalten bereits drei Wochen nach der Predigt (!!!) auf persönlichen Befehl Hitlers geschlossen.)

„Wehe uns, wenn das ewige Sittengesetz durch Nützlichkeitserwägungen abgeändert […] wird, dann gibt es kein Halten mehr auf dieser abschüssigen Bahn.“

(Der Berliner Bischof und spätere Kardinal Konrad Graf von Preysing in einer Predigt vom 2. November 1941)

JV

 

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