Civitas Institut

Klare Worte PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 18. Mai 2013 um 10:40 Uhr

"Meine Damen und Herren, liebe Landsleute,

die Politik hat ein Thema aufgegriffen und hat die universale und überzeitliche Einrichtung der Familie in Frage gestellt, und das bedeutet eine Bedrohung der Grundlagen unserer Gesellschaft.

Die gesamte Menschheit und insbesondere unsere gemeinsame Geschichte, die Geschichte Frankreichs, ist einzig auf der Grundlage der Familie aufgebaut. Tausend Jahre unserer Geschichte wurden von einer Familie geprägt, deren Erbe und ältester Sohn ich bin. Die ungeheure Last der Repräsentation dieser Familie Ihnen allen gegenüber liegt schwer auf mir.

Nun gibt es Leute, welche wünschen, dass die Institution der Ehe, auf der die gesamte Familienstruktur beruht, so sehr ausgehöhlt wird, dass sie für Personen des selben Geschlechts geöffnet wird und dass in logischer Konsequenz auch die Adoption und also auch die Abstammungsrechte von Kindern aus solchen Vereinigungen erlaubt werden.

Zu allen Zeiten haben sich Mann und Frau natürlich zusammengefunden, um Kinder zu bekommen und aufzuziehen. Was wären wir, wenn nicht unsere Vorfahren diesem natürlichen Vorgang gefolgt wären, einem Vorgang, der durch die christliche Ehe institutionalisiert und geheiligt wird? Wie sollen wir denn zustimmen, wenn ein Recht auf Kinder eingeführt werden soll, das den Rechten der Kinder entgegensteht? Unsere Politiker können keine Verantwortung für die Neudefinition der uralten Gesetze der menschlichen Natur übernehmen. Wir müssen uns sicherlich immer wieder der gesellschaftlichen Entwicklung anpassen, bestimmte unveränderliche Grundlagen jedoch – wie die Vereinigung von Mann und Frau zur Gründung einer Familie und zur Erziehung von Kindern – können nicht zur Disposition gestellt werden.

Wir haben die Pflicht, den politisch Verantwortlichen entgegenzutreten, welche diese Fragen von größter Bedeutung und Wichtigkeit behandeln wollen, und ihnen unsere Überlegungen, unsere Befürchtungen klarzumachen. Es geht in keiner Weise darum, Homosexuelle zu stigmatisieren. Ich weiß, dass es viele Homosexuelle gibt, die weit davon entfernt sind, die Frage der Ehe für Personen desselben Geschlechtes, der Adoption von Kindern derselben und deren Abstammungsrecht zu befürworten. Es ist nötig, die Homosexuellen zu verstehen, es muss aber sichergestellt sein, dass die Familie als Keimzelle nicht bedroht ist. Ich weigere mich, zuzulassen, dass diese Diskussion unter einem politischen oder ideologischen Gesichtspunkt geführt wird. Die Verteidigung der Ehe zwischen Mann und Frau ist eine Angelegenheit der Zivilisation, und Frankreich muss sie leidenschaftslos angehen.

Es war die Vision meiner Vorfahren, insbesondere jene von Hugo Capet, von Ludwig dem Heiligen, von Heinrich IV. und auch von Ludwig XIV, im gemeinsamen Interesse aller eine französische Nation zu schaffen, die durch die Jahrhunderte strahlen sollte. Diese Vision blieb nicht bei Einzelinteressen stecken, welche wohl die Grundwerte gefährdet hätten. Mein verstorbener Vater, Fürst Alphonse, in dessen Nachfolge ich stehe, sagte, dass es „in keiner Gesellschaft Dauerhaftigkeit und Kontinuität geben könne ohne die Beachtung der Grundrechte der Familie, welche die Keimzelle einer jeglichen Gesellschaft ist, die auf der Grundlage des Naturrechts und des Christentums errichtet ist. Das muss in jede Überlegung einbezogen werden. Möge die göttliche Barmherzigkeit diese nützlichen Überlegungen anregen und fördern, damit es wieder Hoffnung für alle gibt.“

Ich appelliere also heute, ohne Parteigänger irgendeiner politischen Position zu sein, an alle Franzosen, jene Werte zu verteidigen, die von unseren Vorfahren so teuer verteidigt worden sind, und die Verteidiger der Familie und der Rechte der Kinder zu unterstützen. Es geht um unsere Zukunft. Die Franzosen müssen den anderen Völkern hier ein Vorbild sein.

Paris, den 8. Januar 2013

Louis, Herzog von Anjou."

Der Herzog von Anjou (39) ist das Oberhaupt der französischen Linie des Hauses Bourbon und wäre heute König von Frankreich. Unser Bild zeigt ihn mit seiner Ehefrau Marie-Marguérite, seiner Tochter Eugénie (6) und den ZwillingssöhnenLouis, Herzog von Burgund und Alphonse, Herzog von Berry (4).

JV

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 13 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!