Civitas Institut

Zu früh gefreut! - Frankreichs Kirche lebt. PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 01. Mai 2013 um 10:14 Uhr

Mit allen Mitteln hat der laizistische Staat in Frankreich, der ältesten Tochter der Kirche, eben diese Kirche in den letzten Jahrhunderten zu zerschlagen  versucht. Wiederholte Raubzüge gegen das Kircheneigentum, sozialistische und kommunistische Experimente irregeleiteter Bischöfe, "Arbeiterpriester", eine teilweise nur noch lächerliche Liturgie, Pfarreien von Bistumsgröße, ein hoffnungslos überalterter Klerus der offiziellen Kirche: die Kirche in Frankreich schien völlig am Boden. Und doch: der Französische Frühling ist ein Frühling der Kirche, so wie der Heilige Vater Benedikt XVI. es formulierte: "Die Kirche ist jung!"

Es sind in allererster Linie junge Menschen, die den Protest gegen den sozialistisch-kommunistischen Gesellschaftsumbau durch die linke und linksextreme Regierung unter Francois Hollande tragen, die sich (auch wenn die GEZ-Medien der BRD weiterhin dröhnend schweigen) täglich bzw. nächtlich zu Wachen versammeln, gemeinsam beten und singen. Junge Familien, die sich immer wieder zu Demonstrationen und witzig-geistreichen Aktionen überall im Land versammeln und sich zu Gott, Familie und Vaterland bekennen. Diese jungen Leute, welche naturgemäß die Zukunft des Landes sind, erleben den Staat als Unterdrücker ihrer Lebensform, als sozialistischen Unterdrücker ihrer Freiheit, ihr Leben selbst zu planen. Die Familie als solche spielt in Frankreich eine große Rolle, und zwar nicht "nur" die von den Linken so genannte "Kleinfamilie", sondern durchaus der Zusammenhalt der Großfamilie, die oft so verzweigt ist, daß die Bezeichnung "Cousin" und "Cousine" für die Beschreibung auch des entferntesten Verwandtschaftsverhältnisses reichen muß, weil es kaum andere Bezeichnungen gibt.

Den sozialistischen Staat erleben sie als Unterdrücker - und die Kirche, seit mehr als zwei Jahrhunderten von eben diesem Staat kujoniert und allen weltlichen Einflusses entkleidet, erleben sie auf einmal als Hort von Werten, nach denen sie sich sehnen, die ihnen dauerhaft und tragfähig erscheinen. Es ist eben nicht die feministisch durchgegenderte Unterhosen-Theologie der vergreisten deutschen Pensionisten-Gruppen wie ZdK und Wisiki, welche junge Leute anzieht, eben nicht das von der Wiege bis zur Bahre vom sorgenden Staat durchorganisierte und geregelte Leben.

Was in Frankreich eine aller weltlichen Macht entkleidete, ganz auf ihre geistliche Sendung zurückgeworfene Kirche nun leistet, dürfte im (noch) kirchensteuergefütterten deutschen Episkopat so schnell noch nicht möglich sein.

Es fällt sehr schwer, sich irgend einen unserer deutschen Bischöfe als Teilnehmer an einer Demonstration für die Familie und ihre Rechte vorzustellen; schwerer noch: sich vorzustellen, einer dieser Bischöfe spreche sich offen für eine solche Demonstration und ihre Anliegen aus, segne sie und rufe zum Gebet auf. Im Gegenteil. Der Sprecher  der deutschen Bischofskonferenz kneift feige vor der Verantwortung, die er und die Bischöfe tragen.

Nun mag der französische Episkopat nicht unbedingt in jedem Punkt ein Vorbild sein. Es gibt sie jedoch, die Bischöfe, die ihrer Aufgabe als Hirten bewußt sind bzw. werden. Schon vor einiger Zeit konnte man von einem der Bischöfe hören, er müsse sich doch mal um die traditionsorientierten Gemeinden in seinem Bistum kümmern, schließlich sei dort die Jugend zu finden.

Und der Bischof von Bayonne, S.E. Marc Aillet, ruft ganz offen zur friedlichen und gewaltlosen Teilnahme an den Aktionen für die Familie auf: er sei beeindruckt von der großen Zahl und der tiefen Ernsthaftigkeit der jungen Teilnehmer. "Diese Bewegung", so Mgr. Aillet auf der Internetseite seines Bistums, sei "vollkommen legitim." Sie müsse eine geistliche Bewegung sein und ihre Kraft aus dem Gebet schöpfen - und: kein Parlament habe das Recht, die göttliche Einrichtung der Ehe irgendwie zu verändern.

In  diesem Sinne ruft er (von welchem unserer deutschen Bischöfe haben wir das in den letzten Jahrzehnten je gehört?) für den Monat Mai zum täglichen Rosenkranzgebet auf. Es gehe darum, gegen eine staatliche Übermacht friedlich, mit den Waffen des Christen, die Familie zu verteidigen gegen Homoehe, Leihmutterschaft, künstliche Befruchtung und Gendertheorie.

Sicherlich ist der französische Episkopat auch durch die starke traditionsorientierte Bewegung in Frankreich motiviert, genuin katholische Positionen zu verteidigen. Die Piusbruderschaft ist in Frankreich sehr stark, auch die Petrusbruderschaft und andere Ecclesia-Dei-Gemeinschaften sind aktiv und ziehen vor allem junge Menschen an. Die "Generation Benedikt" ist in Frankreich lebendig. Es gibt sie auch bei uns.

Während der Vendée-Kriege, einem von der Republik während der französischen Revolution begangenen Völkermord am eigenen Volk, mußten die sich wehrenden Vendéens ihre Adeligen zwingen, sie in den Kampf gegen die gottlose und königsmordende Revolution zu führen.

Wir wären froh und dankbar, wenn unsere Bischöfe das Format hätten, daß wir sie zwingen könnten.

JV

Die Waffe des Christen:

"Ihr habt eine Waffe für die Familie: (...) Für unsere Bekehrung und für Frankreich. Bete im Mai oft den Rosenkranz! (...)"

 

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