Civitas Institut

Vorrevolutionäre Situation in Frankreich - und wie die Linke darauf reagiert PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 18. April 2013 um 15:29 Uhr

Sehr zutreffend analysiert Jürgen Liminski in der aktuellen Ausgabe der „Jungen Freiheit“ die augenblickliche Situation in Frankreich. Ein heißer Mai stehe bevor, die Wirtschaftskrise in Frankreich könne sich sehr wohl zu einer Euro-Krise und dann zu einer Krise der EU ausweiten. Die Reaktion der herrschenden Linken in Frankreich und Deutschland spricht nicht nur Bände, sondern ganze Bibliotheken.

Zunächst in kurzen Sätzen die Situation, wie sie sich heute darstellt (mehr als eine Zusammenfassung der vorliegenden Informationen können wir der Fülle wegen an dieser Stelle nicht mehr leisten):

Seit der Demonstration der mindestens 1,5 Millionen am 24. März in Paris ist Frankreich nicht zur Ruhe gekommen. Tagtäglich versammeln sich in allen Städten Demonstranten, um auf verschiedene Weise ihren Protest gegen die Homo“ehe“ und für die Familie deutlich zu machen. Dabei handelt es sich um Demonstrationen von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Menschen, und das, wie gesagt, täglich.

Es sind keineswegs professionelle Revoluzzer und linke Straßenkämpfer, die sich zusammenfinden, sondern erstaunlich junge Leute, Familien mit (vielen) Kindern, aber auch „alte“ Leute – ganz normale Franzosen also. Ja: das ist die berühmte, jetzt nicht mehr „schweigende Mehrheit“!

Sie werden nicht nur durch ihren Protest gegen die von den Linken an der Macht durchgedrückte Homo“ehe“ und das Adoptionsrecht zum Protest gezwungen, sondern auch durch die schlechte Wirtschaftspolitik der aktuellen linken Regierung, aber auch der keineswegs konservativen Regierung des „petit Nicolas“ Sarkozy. Die Angst um ihre Zukunft, um die Zukunft ihrer Enkel und Kinder treibt die Leute auf die Straßen. Sie lässt sie vielfältige, witzige und intelligente Formen des Protestes finden, so z.B. „Beerdigung der Demokratie“, mit Pflastern verklebte Münder, „Hommen“... . Der Protest dieser Leute ist absolut gewaltfrei. Gewalt ging bisher einzig von der Polizei aus, aber auch von Gegendemonstranten aus der Homoszene – und von Polizisten in Zivil, die dabei gefilmt und identifiziert wurden.

Minister der Regierung Hollande meiden die Öffentlichkeit, weil sie – wo immer sie auftauchen – von Empfangskommittees begrüßt werden.

Die Demonstranten sind selbst über die Wucht ihres Protestes erstaunt; das Regime und die Öffentlichkeit fragen sich, woher denn alle diese jungen Leute kommen, die sich stolz zu ihrer Identität und zu ihrem Christentum bekennen. Dazu kommt, dass die Bischöfe der offiziellen Kirche sich offen zu den Demonstranten bekennen und manche auch selbst an den Demonstrationen teilnehmen. Gestern abend segnete Mgr. Aillet, Bischof von Bayonne, in aller Öffentlichkeit die Demonstranten, ihren "geistlichen Widerstand" und ihren Mut.

Das linke Regime, wie es inzwischen in Frankreich selbst genannt wird, reagiert völlig kopflos. Der sozialistische Präsident Hollande ist abgetaucht, wurde seit elf Tagen nicht mehr gesehen noch gehört. Auf Plakaten von Demonstranten wird er als „vermißt“ dringend gesucht, weil er unbedingt ein Gesetz widerrufen muss.

Die Polizei reagiert, da weisungsgebunden, mit befohlener Gewalt. Das geschieht inzwischen ungern, wird doch einerseits durch die häufigen Einsätze das Freizeitverhalten erheblich eingeschränkt, andererseits macht es auch nicht wirklich Freude (und Freunde), z.B. gestern in der Pariser Metro eingeschlossene Demonstranten (in einem geschlossenen Raum!) mit Tränengas zu traktieren. Die Polizeigewerkschaften jedenfalls beginnen bereits zu murren.

Der gasfreundliche linke Innenminister Manuel Valls zeigt sein typisch gestörtes Verhältnis zur Demokratie durch ein gänzlich unglaubliches, aber öffentliches Kommuniqué von heute vormittag: „Der Innenminister wird heute um 12.00 Uhr eine Sitzung mit allen Verantwortlichen der Polizei und der Gendarmerie leiten, um die zur Verfügung stehenden Mittel zu verstärken, welche die Demonstrationen angesichts der Ausuferungen der letzten Tage sicherer machen und Aggressionen homophoben Charakters wie kürzlich in Paris oder in Lille verhindern sollen.“

Ansonsten wird berichtet, dass die Regierung Hollande wohl fassungs- und kopflos vor der Situation steht, dass der sozialistische Präsident der Republik aber keinen Moment daran denkt, durch eine Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens den Demonstrationen Wind aus den Segeln zu nehmen. Im Gegenteil! Welchem Druck mag er ausgesetzt sein und: von wem?

Welch ein Frühling!!

Für den 25. und 26. April hat sich der linke Präsident der Republik zu einem Besuch in China angesagt. Das Empfangskommittee ist schon da: ein junges Paar auf der chinesischen Mauer (Unser Bild).

Und die zwangsfinanzierten Medien der Berliner Republik? Der bekanntlich linksgrüne WDR z.B. berichtete in den Nachrichten um 6.30 Uhr von den Aufständen und auch von Verhaftungen, ließ aber (klug wie die Schlangen) im Unklaren, um wen genau es ging: Demonstranten? Gegendemonstranten? Gewaltbereite Lobbyisten?

Ansonsten wurde der treue WDR-Hörer den Vormittag hindurch intensiv und genau durch die Frauenquote, Atomenergie und all die andere grünlinke, enge Denkwelt geführt. Kein Wort über die (vor)revolutionären Ereignisse in Paris, die der linken Weltsicht ja nun auch so ganz und gar nicht entsprechen. Und wir kennen doch die Gründe für dieses völlig vergebliche Verschweigen!

Es ist wieder an der Zeit, an unsere Aktion „Wir helfen unseren Medien“ zu erinnern. Bitte, schreiben Sie den Redaktionen. Und lassen Sie uns an Ihren Schreiben und den Reaktionen darauf teilhaben.

JV

 

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