Civitas Institut

Paris? War da was? - Die deutschen Medien lügen durch Verschweigen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 27. März 2013 um 14:30 Uhr

Ein Aufschrei: mehr als 1,4 Millionen Franzosen haben am Sonntag in Paris gegen Homo“ehe“ und Adoptionsrecht demonstriert. Dieser gewaltigen Zahl von Demonstranten ging es auch um den Erhalt der Familie. Dabei kam es zu gewalttätigen Übergriffen der Ordnungskräfte CRS, zu Prügelattacken und Gasangriffen gegen friedliche und wehrlose Demonstranten. Und unsere Medien? Zu „Zusammenstößen mit der Polizei“ sei es gekommen. Es ist an der Zeit, unseren Medien zu zeigen, wie sie sich für korrekte Information fitmachen können – und darum will das Civitas-Institut seine Leser und Freunde bitten.

Die Tatsache, dass es sich um die bisher weitaus größte Demonstration in der gesamten Geschichte Frankreichs handelte, war den deutschen Medien lediglich Kurzmeldungen wert, in denen auch angedeutet werden durfte, dass die CRS „mit Härte“ vorgingen. In Wirklichkeit wimmelt es im Internet von nachprüfbaren Berichten von Teilnehmern, wie die Polizei gegen friedlich demonstrierende Alte, Familien, Jugendliche und Kinder mit Schlagstöcken und äußerst aggressiven Reizgasen vorging. Uns liegt eine Fülle solcher Berichte vor; allerdings sind unsere Kräfte zu gering, diese alle zu verarbeiten und zu präsentieren. Und es wäre dieses auch Aufgabe einer Presse, Aufgabe von Medien, die eben genau den Auftrag haben, zu berichten.

Dass dieses in Internetportalen, auf Blogs etc. geschehen muss, wirft ein ganz schlechtes Licht auf jene, für deren Beruf als Journalist Neugierde und Mitteilungswillen unabdingbar ist.

Nach kurzer und verkürzender Berichterstattung sind die Massendemonstrationen vom Sonntag aus den Meldungen verschwunden. Verschwunden bzw. gar nicht aufgetaucht sind jene massenhaften Rücktrittsaufrufe an den sozialistischen Innenminister Valls sowie dessen zynische Reaktion, die Demonstranten seien doch alles Rechtsradikale gewesen. Während der Demonstration der 1,4 Millionen Franzosen hatte er ein Konzert besucht, verließ dieses ab und an, um per Mobiltelefon Anweisungen zu geben.

Unsere Medien berichten immer wieder gerne, wenn sich „mehrere hundert“ Demonstranten gegen Putin zusammenfinden. Wenn sich in Ungarn mit Mühe und Not mehrere hundert linksradikale Demonstranten gegen die ungarische Politik finden, wird das in den Nachrichten ausführlich gewürdigt. Auch die Lage in Birma wird derzeit ausführlich kommentiert. Ja: heute berichtet das ZDF, dass das Tapir-Baby im Leipziger Zoo nunmehr „Baru“ heißt.

Dass Frankreich kocht und brodelt, dass das bürgerliche Frankreich sich gegen die sozialistisch-kommunistische Bankrottpolitik erhebt, das ist den Schweigespirale-Redaktionen nur knappe Meldungen wert. Stattdessen wird der „gewendete“ Bolschewist Hollande im trauten Verein mit dem spanischen Ministerpräsidenten gezeigt, wie beide lächelnd versichern, das Geld der Sparer in Europa sei doch sicher. - Die Franzosen wissen längst, was sie auf solche Versicherungen geben können. Wir Deutschen werden es auch sehr bald wissen. -

Warum die Berichterstattung so aussieht, ist klar: den GEZ-Medien geht es um Informationspolitik, nicht um Information. Jeder von uns kennt genügend Fälle, die erst durch den Druck der Internet-informierten öffentlich wurden: der von Türken erschlagene Daniel S. und der unsägliche Bürgermeister sowie der Pfarrer von Daniels Heimatgemeinde wären heute noch unbekannt, gäbe es das Internet nicht.

Das Civitas-Institut ruft seine Leser und Freunde auf, den Medien zur Hilfe zu eilen. Bitte, schreiben Sie den Redaktionen, was Sie über die Fälle wissen, in denen die Information der Redaktionen offenbar lückenhaft ist. Weisen Sie sie höflich und freundlich auf Quellen hin, in denen die Reporter und Redakteure sich informieren können. Und teilen Sie ihnen Ihre Sorge um die zwangsläufig sinkende Glaubwürdigkeit der Medien mit, die sich ja auch in den rapide sinkenden Zuschauer-, Leser- und Abonnentenzahlen zeigt.

Helfen Sie mit diesen Informationen auch Ihren örtlichen Zeitungen, die in ihrem Existenzkampf immer mehr gezwungen sind, Agenturmeldungen abzuschreiben statt selbst investigativ zu recherchieren. Die Adressen finden Sie problemlos. Im Internet.

Für die GEZ-ARD: info(at)daserste.de

Für das GEZ-ZDF: zuschauerredaktion(at)zdf.de

Bei den Regionalprogrammen kann man oft auch auf einzelne Sendungen reagieren. Sehr effektiv ist es auch, Briefe zu schreiben: die können nämlich nicht einfach weggeklickt werden, bevor man sie geöffnet hat.

Falls Sie Reaktionen bekommen, wäre das Civitas-Institut erfreut, wenn Sie uns darüber informieren würden.

JV

 

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