Civitas Institut

Der Rosenkranz und die Rettung der Welt PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 29. Januar 2012 um 00:00 Uhr

„Die Botschaft von Fatima lässt sich in die Worte zusammenfassen: Die Offenbarung des Unbefleckten Herzens Mariens für die Rettung der Welt von heute.“ - Diese Worte stammen von Kardinal Cerejeira von Lissabon.

 

 

Wer von Rettung der Welt spricht, sagt damit auch, dass die Welt in akuter Gefahr ist, unterzugehen. In der Tat: Je mehr und je länger sich die Menschheit von Gott losriss, desto tiefer geriet sie in die Fänge der Mächte der Finsternis, des Teufels. Der Teufel aber ist kein Menschenfreund, sondern der Menschenmörder von Anbeginn. Darum konnte es nicht ausbleiben, dass die Menschheit dem Verderben zueilt, verstrickt in Laster und gefangen in ihrer Verblendung.

 

Doch Gott in seiner unendlichen Güte wollte die Welt nicht ihrem Schicksal überlassen. Er fasste den Beschluss – menschlich gesprochen – zu ihrer Rettung. Wie alles, was Gott tut, ist auch sein Rettungsplan von seiner unendlichen Weisheit ersonnen, er steht über allem menschlichen Kalkül. Was die Großen und Weisen dieser Welt nie verstehen, das hat Gott gewählt und beschlossen: Durch die Vermittlung des Unbefleckten Herzens Mariens sollten die Menschen zu Gott zurückgeführt werden und dadurch würde die Welt gerettet werden. Dieses reinste Herz der heiligsten Jungfrau Maria ist nach dem Willen Gottes das große und letzte Rettungsmittel für die Welt.

 

Darum ist Gottesmutter in Fatima auf diese Welt herabgestiegen. Alle sechs Erscheinungen und alle Folgeereignisse stehen im Dienst des großen Rettungsplanes Gottes. Und damit an dieser Tatsache für niemand ein Zweifel zurückbleibt, hat Gott am 13. Oktober 1917 das gewaltige Sonnenwunder gewirkt, das wie ein für alle erkennbares himmlisches Echtheitssiegel des Rettungsplanes Gottes ist.
Wer immer sich nun in diesen Plan eingliedern möchte, muss also zum Unbefleckten Herzen Zuflucht nehmen. Außerhalb dieses Herzens kann es eben keine Rettung geben.

 

Alle großen Unternehmungen  in Kirche und Gesellschaft, die unter Missachtung der Botschaft von Fatima in Szene gesetzt werden, sind darum letztlich zum Scheitern verurteilt.

Das Unbefleckte Herz Mariä ist also das große Rettungsmittel für die Welt.

 

Was bedeutet dies konkret für jeden einzelnen? Die Muttergottes hat uns in Fatima mit eindringlichen Worten in aller Klarheit gesagt, worin unser Beitrag am Rettungswerk der Welt besteht, welche Mittel wir ergreifen müssen. Sie verlangt von den Menschen:

 

aufrichtige Herzensbekehrung,

 

den Geist der Buße und des Gebets,

 

die Andacht zu ihrem unbefleckten Herzen,

 

das Rosenkranzgebet,

 

das Halten der Herz-Mariä-Sühnesamstage,

 

und schließlich die Weihe Russlands an ihr Herz durch den Papst und die Bischöfe

 

Unter all diesen Mitteln scheint eines von besonderer Wichtigkeit zu sein, es nimmt quantitativ und qualitativ die zentrale Stellung ein: der Rosenkranz. Als die Gottesmutter am 13. Oktober 1917 ihren Namen nannte, hat sie sich ausdrücklich als „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ zu erkennen gegeben, wie um darauf hinzuweisen, worin die Hauptbotschaft von Fatima besteht. Bei allen sechs Erscheinungen fordert sie das Beten des Rosenkranzes: „Betet alle Tage den Rosenkranz“. 
Warum kommt gerade dem Rosenkranzgebet eine solche Bedeutung zu? Hören wir, was Sr. Lucia auf diese Frage antwortet. Als Sprachrohr der Gottesmutter erklärt sie lichtvoll, wie der Rosenkranz gerade für die heutige Zeit das ideale und wirkkräftigste Gebet darstellt.

 

In einem Gespräch mit Pater Fuentes macht Sr. Lucia folgende verblüffende Feststellung: „In diesen letzten Zeiten, in denen wir leben, hat die Allerseligste Jungfrau dem Rosenkranzgebet eine neue Wirksamkeit verliehen!“ Diese Aussage mag erstaunen. Hat denn der Rosenkranz heutzutage eine größere Kraft als früher? Ohne Zweifel darf man annehmen, dass Gott heute an das Rosenkranzgebet außerordentliche Gnaden knüpft, und zwar als Antwort auf die Not der Zeit, die ein noch nie dagewesenes Ausmaß angenommen hat. Aufgrund der modernistischen Verirrungen sind zudem die ordentlichen Heilsmittel oft verschüttet. Deshalb wollte Gott es allen Menschen ermöglichen, durch ein ganz einfaches Mittel besondere Gnaden zu erlangen, eben durch den Rosenkranz. Darum konnte Sr. Lucia im erwähnten Gespräch mit P. Fuentes folgende großartige Versicherung geben:

 

„Es gibt deshalb kein einziges, noch so schwerwiegendes Problem, sei es im weltlichen oder noch mehr im geistlichen Bereich, sei es im Leben des Einzelnen oder der Familie,… sei es im Leben der Völker und der Nationen, das wir nicht durch das Rosenkranzgebet lösen könnten. Mit dem heiligen Rosenkranz werden wir uns retten, heiligen, Unseren Herrn trösten und das Heil vieler Seelen erlangen!“ - Mit anderen Worten, der Rosenkranz ist das universale Heilmittel für die heutige Zeit.
In ihren Briefen erklärt Sr. Lucia auch sehr schön die verschiedenen Wirkungen des Rosenkranzes, die in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung sind. Drei seien hier erwähnt:

 

1) Der Rosenkranz ist die beste Schutz-Waffe gegen die Häresien.

In einem Brief von 1970 schreibt sie: „Man bete alle Tage den Rosenkranz! Unsere Liebe Frau hat dies in all ihren Erscheinungen wiederholt, wie um uns im Vorhinein zu schützen gegen diese Zeiten des teuflischen Verwirrungsspiels, damit wir uns nicht durch falsche Lehren täuschen lassen. ... Die teuflische Verwirrung bricht über die Welt herein und täuscht die Seelen. Es ist notwendig, ihr die Stirn zu bieten.“ – „Der Rosenkranz ist die mächtigste Waffe, mit der wir uns auf dem Schlachtfeld verteidigen können.“

 

2) Der Rosenkranz erhält und nährt den Glauben, der bei so vielen in Gefahr ist abzusterben.

„Durch dieses Gebet wird die kleine Flamme des Glaubens wieder entfacht, welche in viele Seelen noch nicht ganz ausgelöscht ist. Dies geschieht sogar bei denen, die den Rosenkranz nicht betrachtend beten. Nur schon die Tatsache, dass sie den Rosenkranz zur Hand nehmen, ist schon eine Erinnerung an Gott, an das Übernatürliche. Die einfache Erinnerung an das Geheimnis bei jedem Gesätzchen ist mehr als ein Lichtstrahl, der in den Seelen den glimmenden Docht am Leben erhält.“


3) Der Rosenkranz führt die Menschen zur Vereinigung mit Gott.

Nach den Worten von Sr. Lucia ist er „die Kette, die uns zu Gott erhebt und uns an IHN bindet.“ „Das Gebet des Rosenkranzes ist jenes, das uns nach der heiligen Liturgie der Messe am meisten mit Gott vereinigt… und uns am besten in das innerste Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit und der Eucharistie einführt. Es führt unseren Geist auch am besten hin zu den Mysterien des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. ... Der Rosenkranz ist das Gebet der Armen und der Reichen, der Gelehrten und der Unwissenden. Wer den Seelen diese Andacht wegnimmt, entzieht ihnen das geistige tägliche Brot.“

 

Mögen wir aus diesen wenigen Zitaten den unergründlichen Schatz ermessen, den wir im Rosenkranz besitzen. Und möge U. L. Frau von Fatima uns beistehen, damit wir uns mit Eifer diesen Schatz aneignen; nicht nur für uns selber, sondern auch für das Heil der Seelen und die Rettung der Welt.

Pater Stefan Frey

 

 

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