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Langweilige Blasphemie? PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 12:00 Uhr

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom Mittwoch 25. Januar von der Premiere des blasphemischen Theaterstücks „Golgatha Picnic“ im Hamburger Thalia Theater unter dem Titel „Die Blasphemie der Unberührbaren. Deutsche Szene: Die Pius-Brüder vorm Thalia Theater“. Der Beitrag gibt sehr treffend die gottlose liberale Haltung des Autors und des Feuilletons der FAZ wieder: nicht die Blasphemie ist demnach das Problem des Stückes, sondern die Langeweile des Stücks. Dies zeigt den weltanschaulichen Hintergrund des Liberalismus.

 

 

 

Zunächst wird in dem Beitrag eine der ekelhaften Szenen des Theaterstücks berichtet. Danach folgt eine Beschreibung des Protests einer kleinen Gruppe von treuen Gläubigen der Priesterbruderschaft St. Pius X. vor dem Theater, der mit den Worten kommentiert wird: „Das letzte Aufgebot in einem Kampf, der in einer freiheitlichen Gesellschaft gottlob (!!! sic) lange schon verloren ist.“ Warum hier „gottlob“ steht, bleibt dem Leser und wohl auch dem Autor verschlossen, denn das Gott dieses Verbrechen gegen das 1. Gebot hinnimmt, bedeutet sicher nicht, dass Er es gutheißt, wenn im Namen der sogenannten Demokratie jeder Dreck über Ihn ausgeschüttet wird.

 

Der Autor des Artikels, der offensichtlich als Gast bei der deutschen Premiere dieses Idiotenstücks anwesend war, hat also keine Probleme mit der Gotteslästerung, die mit diesem Stück betrieben wird. Die „Menschenrechte“ wie die „Freiheit der Kunst“, die „Meinungsfreiheit“ und ähnliche Worthülsen zählen selbstverständlich weit mehr als die Rechte Gottes, der der Urheber jeder Gesellschaft, auch der deutschen, ist. Sein abschließender Kommentar lautet entsprechend:

 

„Blasphemisch, pornographisch oder gar der Aufregung wert war es nicht. Es war schlimmer. Es war die größte Theatersünde überhaupt: Langeweile.“

 

Da fragt man sich zunächst, was für einen Liberalen denn geboten werden muss, damit er etwas als blasphemisch oder pornographisch bezeichnet. Die Beschreibung der Szenen im Artikel hätte dazu eigentlich völlig ausgereicht.

 

Aber dass die „größte Theatersünde“ nicht darin besteht, Gott zu beleidigen, sondern zu langweilen, macht doch ziemlich deutlich, in was für einer Welt wir heute leben. Das Schlimmste was ein Theaterstück bewirken kann ist demnach, dass der vergnügungssüchtige Mensch gelangweilt wird. Der Mensch bzw. genauer gesagt, die Unterhaltung, das Vergnügen im Sinne der Beseitigung der tiefen Langeweile des modernen Menschen steht im Mittelpunkt.

 

Daraus folgt dann, dass der Sinn des Lebens Lustgewinn, Vergnügen und Zeitvertreib ist. Wenn der Mensch ein sich selbst erschaffendes autonomes Sinnenwesen ohne Geist und Verstand wäre, dann mag man eine solche Behauptung vielleicht hinnehmen. Doch wenn der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen ist, das seine Existenz und alles andere Gott verdankt, dann besteht der Sinn des Lebens zuerst und vor allem anderen in der Erkenntnis Gottes, in der Liebe zu Gott und darin, ihm zu dienen, um so, am Ende dieses endlichen irdischen Lebens, die ewige Glückseligkeit in der Herrlichkeit Gottes zu erlangen.

 

Und genau dies sind die beiden unterschiedlichen „Menschenbilder“, die dem gesellschafts- und kulturzerstörerischen Liberalismus (einschließlich aller Abarten desselben bis hin zum Kommunismus) und dem Christentum zugrunde liegen. Dass der Liberalismus (derzeit) gesiegt hat, bedeutet nicht, dass das „letzte Aufgebot“ den Kampf auf ewig verloren hat. Auch die Liberalen werden eines Tages sich vor Gott rechtfertigen müssen!

 

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