Civitas Institut

Die Grünen wollen den hl. Paulus verbieten PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 13. Oktober 2010 um 10:22 Uhr

Die grünlackierten Roten wollen in einer „kleinen Anfrage“ im Bundestag die Piusbruderschaft und das Civitas Institut zu verfassungsfeindlichen Organisationen machen. Zum „Beweis“ für die Verfassungsfeindlichkeit wird unter anderem auch der „Antisemitismus“ der Piusbruderschaft behauptet. Dazu wird ein Zitat aus dem „Mitteilungsblatt“ der Piusbruderschaft angeführt, das nichts anderes enthält, als Aussagen des Apostels Paulus.

In der kleinen Anfrage der Fraktion der „Grünen“ im Bundestag heißt es unter anderem:

 

„Die Piusbruderschaft ist bekannt für ihre antisemitischen Äußerungen. Dies wird auch durch Äußerungen des Pater Marc Grensbittel im Mitteilungsblatt der Bruderschaft (Ausgabe Februar 2009) in einem „Spezial zum Weltende“ deutlich: „Es ist allgemein theologische Lehre, dass vor dem innerzeitlichen Ende der Geschichte das Judentum als Volk sich zu Christus bekehren werde.“ Und weiter: „ Einmal wird die Barmherzigkeit Gottes auch über den Starrsinn und die Blindheit des jüdischen Volkes triumphieren.“

 

Der hl. Apostel Paulus schreibt (Röm 11, 8): wie geschrieben steht: Gott gab ihnen einen Geist der Betäubung, Augen, mit denen sie nicht sehen, Ohren, mit denen sie nicht hören, bis auf den heutigen Tag.“

 

Weiter in Röm 11, 25 „Denn ich will euch, meine Brüder! über dieses Geheimnis nicht in Unwissenheit lassen (damit ihr euch nicht selbst erhebet), daß die Verblendung über einen Teil von Israel gekommen ist, bis die Fülle der Heiden eingeht.

 

Röm 11, 26, „Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: Aus Sion wird der Retter kommen, der die Bosheit von Jakob wegnimmt und abwendet.“

 

Es ließen sich weitere Stellen aus der Hl. Schrift anführen, die die Aussagen von P. Gensbittel als biblisch belegen und nicht als Aussagen irgendeiner Person oder der Piusbruderschaft.

 

So ist es auch mit allen anderen angeblichen „Belegen“ für die Verfassungsfeindlichkeit der Piusbruderschaft und des Civitas Instituts.

 

So wird Pater Schmidberger wegen einer Äußerung in Heft 1 unserer Zeitschrift kritisiert, in der er behauptet, daß alle Macht im Staat von Gott kommt und das bei Wahlen das Volk den oder diejenigen bezeichnet, die regieren sollen. Diese Aussagen finden sich fast wörtlich in Enzykliken verschiedener Päpste der letzten 200 Jahre, besonders bei Papst Leo XIII. Auch hier also keine persönlichen Meinungen eines Priesters oder „der Piusbruderschaft“.

 

Weitere „Beweise“ für die Verfassungsfeindlichkeit der Piusbruderschaft und des Civitas Instituts sind die Argumente, die von uns stets gegen die Lehre von der Religionsfreiheit auf dem II. Vatikanischen Konzil vorgebracht wurden, und die Sie unter „Dokumente“ nachlesen können. Alle diese Argumente werden mit Zitaten aus der Lehre der Päpste in den vergangenen Jahrhunderten abgestützt und sind keine Privatmeinung. Daß die Kirche heute etwas anderes lehrt und die sogenannten „Konservativen“ z.B. bei kath.net dazu Beifall klatschen, ist ein anderes Problem.

 

Der Geschäftsführer des Civitas Instituts, Dr. Rafael Hüntelmann, wird in der kleinen Anfrage ebenfalls zitiert mit Aussagen, die im „Mitteilungsblatt“ der Piusbruderschaft nachgedruckt wurden (aus Civitas Sonderheft 2).

 

So heißt es in der „Kleinen Anfrage“: „P. Franz Schmidtbergers Position ist keine Einzelmeinung innerhalb der Piusbruderschaft. Herausgeber der zitierten Civitas-Zeitschrift ist Dr. Raphael Hüntelmann. Dieser veröffentlicht auch in den „Mitteilungsblättern“ der Bruderschaft, dem zentralen Organ der Organisation. In dem Aufsatz „Eine christliche Gesellschaftsordnung“ brandmarkt er die gesellschaftliche Ordnung, die durch das Grundgesetz repräsentiert wird, als „Diktatur des Relativismus“.“

 

Dieser zuletzt genannte Begriff und das damit gemeinte stammt, wie wir alle wissen, vom derzeitigen Papst Benedikt XVI.

 

Wie alles andere auch, was für die angebliche Verfassungsfeindlichkeit angeführt wird, handelt es sich durchgehend um die Lehre der Kirche. Angegriffen wird von den atheistischen Kämpfern der „Grünen“ also nicht die Piusbruderschaft oder das Civitas Institut, sondern die katholische Kirche und ihre überlieferte Lehre, sowie der Papst.

 

Dieser neue Vorstoß der Grünen hat freilich bestimmte Hintergründe, die nicht so offensichtlich zu Tage liegen. Gewisse kirchliche Kreise – wir unterlassen eine genauere Präzisierung – sind daran interessiert, die Gespräche der Piusbruderschaft mit Rom zu torpedieren und arbeiten dazu mit den Feinden der Kirche zusammen. Dazu zählen auch sogenannte „Konservative“ in der Kirche, die jedem Schlag gegen die Piusbruderschaft und ihrer Verteidigung der überlieferten Lehre Beifall klatschen. Diese „Konservativen“ sollten vielleicht einmal bedenken, daß sie vielleicht die nächsten sein könnten, die unter das Feuer der Kirchenfeinde und Atheisten geraten.

 

Es ist schon eine Eigentümlichkeit der heutigen Situation, daß diejenigen, die zumindest zum Teil in den 1970iger Jahren wegen ihrer eindeutigen Verfassungsfeindlichkeit beobachtet wurden und nun im Marsch durch die Institutionen die Macht im Staat an sich gerissen haben, staatstreue und tief gläubige Katholiken, die nicht einmal im Traum an Gewaltanwendung im Kampf für ihre Ziele denken würden – ganz im Gegensatz zu gewissen Vertretern der Grünen in den 70iger Jahren – nun als Verfassungsfeinde beschimpft werden.

 

Wir, das Civitas Institut und die Piusbruderschaft, sind die Adenauer-Bewegung. Wir verteidigen die demokratischen Errungenschaften des deutschen Grundgesetzes gegen ihre Feinde bei den Grünen und anderen Parteien in Deutschland. So gut wie alle von uns vertretenen Positionen gehörten unter Adenauer in den 1950iger Jahren zum Selbstverständlichen und wurden von dem großen Bundeskanzler genauso vertreten.

 

Wenn diese Meinungen und Lehren heute „verfassungsfeindlich“ sein sollen, dann haben nicht wir uns verändert, sondern diejenigen, die uns mit solchen Prädikaten belegen.

 

Dies ist auch dem Verfassungsschutz bekannt, der bei den beiden letzten Civitas Kongressen mit Beobachtern vor Ort war. Selbstverständlich haben wir dies nicht nur bemerkt, sondern den Herren freundlich begrüßt, ja den Verfassungsschutz sogar zuvor schriftlich eingeladen. Die rotlackierten „Grünen“ unter Volker Beck oder Herrn Trettin können sich diese Informationen sicher einfach beschaffen.

 

Wir werden nicht nachgeben und unseren Kampf für die Rechte Gottes in Staat und Gesellschaft einschränken. Wir werden durch diese Angriffe der Feinde Christi und Seiner hl. Kirche ermutigt, noch entschlossener als bisher für unsere Ziele zu kämpfen und die von den Linken in allen Parteien vorbereitete Gesinnungsdiktatur zurückweisen.

 

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit durch Leserbriefe, Schreiben an die Grünen und andere Parteien und durch ihre Mitarbeit in der Civitas Bewegung.

 

 

 

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