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Revolution und Gegenrevolution: Neues Schwarzbuch wirbelt Staub auf PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 04. April 2008 um 09:29 Uhr

couv7741g_200.jpgDie Ereignisse der französischen Revolution werden uns gewöhnlich als legitimes und ruhmreiches, freudiges und brüderliches Ergebnis einer durch die Jahrhunderte hindurch sehnlich erwarteten "Vernunft" dargestellt. Diese Ereignisse bezeichnen jedoch einen der blutigsten Abschnitte der Geschichte und standen am Beginn einer tragischen Abfolge von Revolutionen und Konflikten, die Europa bis ins 20. Jahrhundert hinein geprägt haben.

 

Ein neues "Schwarzbuch" läßt nun die Fakten sprechen und wirbelt entsprechend Staub auf: .

im renommierten französischen Verlag "Editions du Cerf" erschien bereits im Januar dieses Jahres das "Schwarzbuch der französischen Revolution", welches nicht die Absicht hat, die Gründungsmythen der französischen Republik zu zerstören, sondern die Fakten für sich selbst sprechen zu lassen.

 

Es liegt immer im Interesse einer Nation, ihre Entstehung mit Hilfe einiger Gründungsmythen glanzvoll darzustellen, und es liegt ebenso im Interesse derjenigen, die dann die Macht übernommen haben, die Gewalt und des die Willkür, mit der sie ihre Herrschaft begründeten, vergessen zu machen. Man kann jedoch Geschichte nicht wie Mythologie schreiben, und ihr Wahrheitsanspruch darf nicht durch einseitige Sichtweise verdunkelt werden. Und so dokumentiert das neue Schwarzbuch die unerhörte Gewalt dieser Revolution und die Schockwelle, die von ihr mehrere Generationen hindurch ausging - die Schockwelle einer Gewalt, die sich immerhin auf die Aufklärung berief.

 

Über das Phänomen der Revolution entstand eine ganze Reihe von Werken und kritischen Überlegungen, denen von der offiziellen Geschichtsschreibung nur allzu gern die Berechtigung abgesprochen wurde. Das Verdienst des neuen Schwarzbuches ist es nun, den Finger in die vielen geschlagenen Wunden zu legen und höchst wirkungsvoll die Diskussion neu anzuregen.

 

Die Reaktion der offiziellen Geschichtsschreibung wirkt angesichts der in dem Buch aufgeführten, für sich selbst sprechenden Fakten ein wenig hilflos: im wesentlichen beschränkt sie sich darauf, dem "Schwarzbuch der französischen Revolution" Parteilichkeit vorzuwerfen.

 

Einer der Autoren des Kollektivs von Historikern und Journalisten unter der Führung des Dominikaners Renaud Escande ist übrigens Stéphane Courtois, der auch einer der Verfasser des berühmten Schwarzbuch des Kommunismus ist.

 

Eine der Besprechungen des Buches kommt zu dem Fazit: "Die Gegenrevolution lebt noch“.

 

Ja: das sieht denn wohl ganz so aus!

 

Renaud Escande: Le Livre Noir de la Révolution Française, Editions du Cerf 2008, 882 S., ISBN 978-2-204-08160-3

 

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