| Spanien: Es geht auch anders |
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| Montag, den 01. März 2010 um 13:09 Uhr | ||||
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Der Sprecher der spanischen Bischofskonferenz S.E. Juan Antonio Martinez Camino kündigte eine ganze Reihe von weiteren Protestaktionen gegen das in vier Monaten in Kraft tretende neue Abtreibungsgesetz an. Der 25. März wurde zum „Tag des ungeborenen Kindes“ erklärt.
Bischof Martinez forderte im Namen der spanischen Katholiken die Regierung auf, daß gottes- und menschenverachtende Gesetz sofort aufzuheben. Er nannte das Gesetz einen „gravierenden Rückschritt für das Recht auf Leben“, das eines der grundlegendsten Naturrechte ist und auch in die sogenannten „Menschenrechte“ aufgenommen wurde. Was diese „Menschenrechte“ ohne Achtung der Gottesrechte wert sind, kann man am deutlichsten daran erkennen, daß fast alle westlichen Länder die Tötung von Kindern vor ihrer Geburt erlauben.
Bei der Abstimmung über das neue Abtreibungsgesetz im spanischen Parlament wurden drei generelle Gesetzesablehnungen und 88 Änderungsanträge der Opposition mit der knappen linken Mehrheit niedergestimmt.
In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl der Abtreibungen in Spanien massiv zugenommen, obwohl das Land bisher ein strenges Verbot der Abtreibung hat. Durch die liberale Handhabung dieses Abtreibungsverbots ist die Zahl der offiziellen Abtreibungen in Spanien, umgerechnet auf die Bevölkerungszahl etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.
Mit dem neuen Gesetz werden die Abtreibungen voraussichtlich noch weiter steigen. Bis zur 14. Schwangerschaftswoche sind Abtreibung nunmehr „legal“, wenn eine Beratung vorhergegangen ist. Bei physischen und psychischen Risiken für die Gesundheit der Mutter, können Kinder fast bis zum 6. Monat umgebracht werden. Noch spätere Abtreibungen sind ebenfalls möglich, wenn ein Ärztekomitee zugestimmt hat.
Selbst wenn eine Mutter ihr Kind außerhalb dieses sehr weiten Rahmens abtreibt, wird dies künftig nur noch als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet. Auch Mädchen ab 16 können künftig ohne Zustimmung der Eltern abtreiben lassen. Sie müssen die Eltern nur noch informieren.
Die Katholische Kirche in Spanien hat alle Abgeordneten die dem Gesetz zustimmten, exkommuniziert. Weiter hat die Kirche eine landesweite Unterschriftenaktion gegen das Gesetz gestartet, die von über eine Millionen Menschen unterzeichnet wurde. Mehrere Pro-Life Organisationen haben am 7. März zu Protestmärschen in Madrid und Bilbao aufgerufen.
Hier sieht man, daß die Bischöfe etwas bewegen könnten, wenn sie nur wollten. Ein großer Teil der deutschen Bischöfe will aber nicht!
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- CIVITAS Heft 9-2010 (2010.08.03)
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Die katholische Kirche Spaniens mobilisiert weiter gegen die gottesfeindliche und menschenverachtende Politik des linksradikalen Ministerpräsidenten Zapatero und seine Regierung. Am Mittwoch wurde von der linken Parlamentsmehrheit eines der liberalsten Abtreibungsgesetze der Welt verabschiedet, trotz einer breiten Front des Widerstandes in Spanien. Unter anderem hatte die Kirche zu einer Demonstration aufgerufen, an der über eine Millionen Menschen teilnahmen. Hier könnte sich die Deutsche Bischofskonferenz ein Beispiel nehmen!