| Geburtenrückgang ist Ursache der Finanzkrise |
|
|
|
| Montag, den 08. Februar 2010 um 18:39 Uhr | ||||
|
In den siebziger Jahren sagten die so genannten Neo-Malthusianer einmal voraus: Wenn die Bevölkerung so weiterwächst wie bisher, nämlich zwischen vier und 4,5 Prozent, dann werden vor dem Jahr 2000 Millionen von Menschen, vor allem in Asien und in Indien, an Hunger sterben... Das sagt doch alles über die Prognosefähigkeit vieler Wirtschaftssoziologen.
In der Dritten, Vierten Welt konnte niemand die Bücher über die demographische Bombe lesen, und darum haben sie weiter in aller Ruhe Kinder bekommen - und haben ihre Lebensbedingungen sogar verbessert, dank der Fortschritte im Gesundheits- und Ernährungswesen.“
Ganz anders sei die Entwicklung im Westen gelaufen: Stillstand des Bevölkerungswachstums - und damit nach Ansicht des international anerkannten vatikanischen Finanzexperten die Notwendigkeit zu Strukturreformen. „Denn die Geburten gehen zurück, das heißt: Weniger junge Leute treten produktiv in die Arbeitswelt ein, und dafür gibt es mehr ältere Leute, die aus dem Produktivsystem ausscheiden und ein Kostenfaktor für die Gemeinschaft werden.
Klar gesagt: Wenn die Bevölkerung nicht wächst, dann steigen die Fixkosten dieser wirtschaftlichen und sozialen Struktur oft dramatisch, je nachdem, wie sehr die Bevölkerungsstruktur ungleichgewichtig wird. Die Gesundheits- und Sozialkosten steigen, Steuern können nicht mehr gesenkt werden, die Ersparnisse gehen zurück... Der Westen hat versucht, diesen Einbruch in seiner Entwicklung durch Finanzaktivitäten und Auslagerung der Produktion aufzufangen, und eine Weile ist das auch gutgegangen: Das System wächst dadurch, dass die Familien sich verschulden.
Letztlich hat man an den Finanzmärkten versucht, das nachlassende Wachstum der Wirtschaft zu kompensieren - welches wiederum mit der Tatsache zusammenhängt, dass keine Kinder mehr geboren wurden...“
|
||||
Aktuelle Ausgabe
- CIVITAS Heft 16-2013 (2013.02.07)
Aktuell online
Wir haben 85 Gäste onlineTermine
am 15.06.2013 14:00



Der Präsident der Vatikanbank IOR, Professor Dr. Ettore Gotti Tedeschi, hat auf eine wichtige Ursache der weltweiten Finanzkrise hingewiesen. In einem Interview mit dem vatikanischen Fernsehsender erklärte er: „Der wahre Ursprung der Krise - da habe ich persönlich keinen Zweifel - ist der Einbruch der Geburtenrate in den Ländern des Westens.
