Civitas Institut

England: Regierung will Gleichstellungsgesetz angeblich ändern PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 10:49 Uhr

Wie berichtet diskutiert die britische Regierung derzeit ein Gleichstellungsgesetz, durch die die katholische Kirche und das Naturrecht massiv angegriffen werden. Der Hl. Vater Benedikt XVI. hatte an dem Gesetzentwurf Kritik geübt und diesen Entwurf als Verstoß gegen das Naturrecht bezeichnet. Nun will die Regierung angeblich einen Passus aus dem Entwurf streichen.

 

Nach der Kritik von Papst Benedikt XVI. will die britische Regierung offenbar auf einen umstrittenen Passus in ihrem geplanten Gleichstellungsgesetz verzichten. Die Kirchen in Großbritannien sollen demnach auch in Zukunft keine Strafen riskieren, wenn sie etwa Stellenbewerber wegen ihrer sexuellen Orientierung ablehnen.

 

„Der Einwand des Papstes wurde zur Kenntnis genommen“, zitierte die Tageszeitung „The Daily Telegraph“ (Mittwoch) eine Quelle aus der Downing Street. Benedikt XVI. hatte am Montag „ungerechte Einschränkungen“ für Religionsgemeinschaften in Großbritannien beklagt. Dabei wandte er sich gegen das Gesetzesprojekt, weil es nach seiner Auffassung gegen das Naturrecht verstoße. Das neue Antidiskriminierungsgesetz wird derzeit im Parlament verhandelt.

 

Das Gleichstellungsgesetz betrifft aber auch den Zölibat der Priester und das Priestertum, das ausschließlich Männern vorbehalten ist, worin das Gesetz eine „Diskriminierung“ der Frauen sehen könnte. Darüber wird in der Meldung der Tageszeitung nichts berichtet. Auch die Verurteilung der Homosexualität als schwere Sünde in einer öffentlichen Predigt soll mit dem neuen Gesetz künftig mit Geldstrafen oder sogar Gefängnis bestraft werden.

 

Der derzeitige Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, Kirchen wie andere Arbeitgeber zu behandeln. Auch soll eine Diskriminierung von Homosexuellen und Frauen am Arbeitsplatz verhindert werden.

 

Gegen die Pläne wehren sich die katholische wie die anglikanische Kirche. Sie verlangen weiter Ausnahmeregelungen bei Einstellungen. Dem stimmte in der vergangenen Woche eine Mehrheit im Parlament zu.

 

Dennoch gab es weiter Mutmaßungen, die Regierung könne das Gesetz dennoch durchdrücken. Der Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols, sagte im britischen Radiosender BBC, der Papst werde sich „sicherlich nicht in Parteipolitik einmischen“. Er wolle aber, dass seine „vernünftige Stimme“ in öffentlichen Debatten gehört werde. Dies werde bei denen positive Resonanz finden, die eine Verdrängung religiöser Überzeugungen und Praktiken in die Privatsphäre befürchteten.

 

Die sozialistische englische Regierung fährt seit Jahren eine radikal anti-katholische Politik und versucht die Kirche aus dem öffentlichen Leben vollständig zu verdrängen. In keinem anderen Land Westeuropas ist die Diskriminierung von Katholiken und die glaubensfeindliche Ausrichtung der Gesellschaft bei gleichzeitiger Islamisierung so weit fortgeschritten wie in England. Schon 2007 hatte ein sogenanntes Antidiskriminierungsgesetz der britischen Regierung der katholischen Kirche verboten, homosexuelle Freundschaften von der Adoption auszuschließen. Daraufhin mußte die katholische Kirche ihre Adoptions-Agenturen schließen

 

Das britische Volk lehnt zugleich mehr und mehr die ideologisch linksliberale und sozialistische Gleichmacherei und die Islamisierung der englischen Gesellschaft durch die herrschende Clique ab. Weil eine Wiederwahl der sozialistischen Labour Party immer unwahrscheinlicher wird, versucht die Regierung noch vorher soviel wie möglich Weichen für die Zerstörung des christlichen Fundaments der Gesellschaft zu stellen.

 

 

 

 

Aktuelle Ausgabe

Newsletter










Aktuell online

Wir haben 6 Gäste online

Termine


Nationalwallfahrt nach Fulda
am 11.09.2010 12:00
Fulda, Orangerie am Schloßgarten
 
Findet statt in
1 Tag 13 Stunden 8 Minuten

 

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!