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Roger Kusch steigt wieder ins Selbstmordgeschäft ein PDF Drucken E-Mail
Montag, den 25. Januar 2010 um 16:04 Uhr

Der ehemalige Justizsenator von Hamburg, Roger Kusch kann es nicht lassen. Nachdem seine Versuche ein Geschäft mit dem Selbstmord und einer von ihm konstruierten Selbstmordmaschine per Gericht verboten wurden, hat er jetzt einen Verein gegründet, der ähnlich wie der Schweizer Selbstmordverein Exit Menschen beim Selbstmord unterstützt, sofern sie Mitglied des Vereins werden. Die Mitgliedschaft kostet 1000 Euro für eine „lebenslange“ Mitgliedschaft, der Jahresbeitrag beträgt 100 Euro.

Nachdem in Deutschland, im Unterschied zur Schweiz, gewerbsmäßige Beihilfe zum Selbstmord verboten ist, hat der „Todesengel“ von Hamburg sich darauf verlegt, einen Verein zu gründen, der Lebensunwilligen zum Tod verhilft.

 

Die derzeitige Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, „die gewerbsmäßige Vermittlung von Gelegenheiten zu Selbsttötung“ zu bestrafen. Das Problem bei der Sache ist die Definition von „gewerbsmäßig“. „Bei Anruf Mord, bzw. Hilfe zum Selbstmord“ ist zweifellos verboten, wenn dies von einem Unternehmen, das dafür ein festes Honorar nimmt, durchgeführt wird. Kusch hatte im vergangenen Jahr ein solches Unternehmen gegründet, das zudem eine von ihm konstruierte Maschine anbot, mit der man sich selbst ins Jenseits bringen konnte.

 

Da ihm dies untersagt wurde, will er jetzt sein Geld über einen gemeinnützigen Verein verdienen. Hier sind die Grenzen zur gewerbsmäßigen Vermittlung des Selbstmords fließend. Deshalb fordern Katholiken und die Deutsche Hospizstiftung, daß jede Art von assistiertem Selbstmord verboten gehört.

 

Die Deutsche Hospizstiftung forderte deshalb: „Es darf keinen Tod aus den Gelben Seiten geben“ – ob er „von kommerziell agierenden Geschäftsleuten oder von menschenverachtenden Selbsttötungsvereinen“ angeboten wird.

 

Kein Mensch hat das Recht über das Leben eines anderen oder über sein eigenes Leben zu verfügen. Das göttliche und naturrechtliche Tötungsverbot gilt nicht nur für andere, sondern auch für das eigene Leben. Die Legalisierung der Selbsttötung und der Euthanasie, wie in den Niederlanden, gehört zu den größten Unrechtstaten in Europa, wo sich die „Kultur des Todes“ immer weiter ausbreitet.

 

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