| Grundsätzliches zum Amoklauf von Winnenden |
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| Donnerstag, den 12. März 2009 um 16:35 Uhr | ||||
Die Mordtat in der Albertville-Realschule im baden-württembergischen Winnenden hat überall Entsetzen hervorgerufen. Die Bevölkerung ist fassungslos angesichts des Ausmaßes der Gewalt, das sich in einem jungen Menschen aufbauen konnte und sich in einem Amokrausch entlud. Jetzt fragen sich alle Menschen wieder: Wie konnte so etwas passieren? Auf Plakaten und Zetteln am Ort des Verbrechens steht von Schülern und Eltern geschrieben: Warum?
Bundespräsident Horst Köhler hat sein Mitgefühl mit den Opfern ausgedrückt. Auch mehrere Bischöfe haben ihre Anteilnahme öffentlich mitgeteilt. Dies ist nicht die erste Tat eines Schülers und erst kurz zuvor hatte es in den USA einen ähnlichen Fall gegeben. Innerhalb weniger Minuten wurde das Leben 16 vorwiegend jungen Menschen ausgelöscht, die noch ihr ganzes Leben vor sich gehabt hätten. Jetzt wird nach den Ursachen gefragt und das Leben des Amokläufers untersucht, seine Umgebung, die Situation der Schule und vieles andere mehr. Dies mag wichtig sein, um die Umstände besser beurteilen zu können. Doch gibt es nicht vielleicht tiefere Ursache, Gründe, die nicht unmittelbar an der Oberfläche zu finden sind? Es wäre jetzt fahrlässig wegzusehen, ohne nach den wirklichen Ursachen dieser Tragödie zu fragen. Es muß eine breite Diskussion in der Gesellschaft aufbrechen, in der die Folgen des Gottesverlustes bewußt werden. Der russische Schriftsteller Dostojewski sagte einmal: „Wenn Gott nicht existiert, ist alles erlaubt.“ Dieses Satz mag sich bei einer oberflächlichen Betrachtung falsch anhören. Doch man sollte darüber mal weiter nachdenken: Gibt es irgendein objektives, nicht von Menschen gemachtes Gesetz, wenn es keinen Gott gibt? Wenn alle Gesetze nur von Menschen gemacht sind, wer garantiert dann ihre Verbindlichkeit? Können diese nicht unter anderen Umständen geändert werden? Auf Grund welcher Autorität sind die Gesetze des Staates für alle verbindlich? Woher stammt die staatliche Autorität? Seit Jahrzehnten beschleunigt sich das Tempo, mit der sich die modernen Gesellschaften von Gott entfernen. In vielen europäischen Staaten sind kaum noch Restbestände von christlichem Glauben in der Gesellschaft vorhanden. Gleichzeitig nimmt die Flut an Gesetzen immer mehr zu, aber auch der Verstoß gegen Gesetze, die Kriminalität. Je weniger Religion in einem Land herrscht, desto größer wird die Unfreiheit. Dies wußte bereits der große spanische Essayist und Politiker Donoso Cortes. Diejenigen, die für die Wiederherstellung des christlichen Glaubens, für die Achtung der staatlichen Autorität und die diese begründende Autorität Gottes kämpfen, werden verfolgt, ausgegrenzt und als Fundamentalisten verunglimpft.
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Die Mordtat in der Albertville-Realschule im baden-württembergischen Winnenden hat überall Entsetzen hervorgerufen. Die Bevölkerung ist fassungslos angesichts des Ausmaßes der Gewalt, das sich in einem jungen Menschen aufbauen konnte und sich in einem Amokrausch entlud. Jetzt fragen sich alle Menschen wieder: Wie konnte so etwas passieren? Auf Plakaten und Zetteln am Ort des Verbrechens steht von Schülern und Eltern geschrieben: Warum?

