| Statt „arabischer Frühling“ Hass gegen Christen |
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| Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 12:44 Uhr | ||||
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Eine große Rolle spielten auch die christlichen Einrichtungen. So würden in 180 katholischen Schulen des Landes bis zu 70 Prozent muslimische Schüler unterrichtet. Auch Krankenhäuser würden großes Vertrauen genießen.
Dennoch habe die Aggressivität von islamischem Einrichtungen gegenüber dem Christentum zugenommen, so Hanke. Zugleich berichtete der Bischof von Enttäuschung und Diskriminierung. Christen hätten in Ägypten kaum eine Chance, bei einem muslimischen Arbeitgeber eine Anstellung zu finden. Oft würden christliche Frauen, die in der Regel kein Kopftuch tragen, auf der Straße angepöbelt und könnten sich in bestimmte Stadtviertel nicht wagen. Dennoch seien die christlichen Frauen sehr stark und „wollen sich nicht beugen“.
Tief beeindruckt zeigte sich der Bischof vom Glaubenszeugnis der koptischen Christen. Trotz täglicher Gefährdung und Diskriminierung helfe diesen Menschen ihr starker Glaube. Damit dienten sie als Vorbild für Christen in Deutschland: „Wir schätzen den Glauben viel zu wenig. Wir geben viel zu wenig Lebenskraft in unseren Glaubensweg.“ (KNA/Civitas)
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Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke war auf einer Solidaritätsreise bei den Christen in Ägypten. Hier konnte aus erster Hand von Vertretern des koptisch-katholischen Patriarchat die Lage des Landes nach dem sogenannten „arabischen Frühling“ kennenlernen. Die jubelnden Menschenrechtsfans im Westen verschweigen, dass die Verfolgung der Christen in Ägypten immer schlimmer wird. Unter Mubarak genossen sie einen gewissen Schutz. Bischof Hanke berichtet nach Angaben der katholischen Nachrichtenagentur KNA, dass vor allem bei den weniger gebildeten Schichten eine heftiger werdende Aggressivität des Islams spürbar wird. Dies sei das Ergebnis der Aufwiegelung mancher Hassprediger. Dennoch reagierten die Christen nicht aggressiv, betonte der Bischof. Sie versuchten mit Gastfreundschaft und Diensten für die Gesellschaft eine Antwort aus dem Glauben zu geben.
