| Muss die Kirche eine „neue Sprache“ finden? |
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| Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 08:16 Uhr | ||||
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Das muß man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Theologiestudenten kommen mit der "Binnensprache des Christentums" nicht mehr zurecht, und mit Begriffen wie "Sünde" oder "Gnade" können sie schon gar nichts mehr anfangen.
Der Gedanke, daß man dann statt Theologie doch besser Maschinenbau studieren oder gleich eine Lehre als Werbefuzzi anfangen sollte, kommt den Herrschaften aber offenbar nicht.
Tatsächlich ist jedoch die Erkenntnispotenz des heutigen Menschen, der sich selbstbewußt für aufgeklärt hält, in religiösen Dingen ungemein verengt, beschränkt und fast nur noch auf zeitliche Dinge fixiert, so daß er keinen Zugang mehr findet für eine sichere Erfassung geistiger Realitäten.
Was bis in die 1960er Jahre noch jedes alte Mütterchen auch ohne Abitur und Studium wußte, davon hat der moderne Mensch von heute nicht einmal eine historische Kenntnis. Man kann das durchaus als eine Art Verblödung bezeichnen, denn solche Menschen wissen in der Tat nicht mehr, was an und für sich wißbar ist und vollziehen ihre geistige Existenz in einer intellektiven Dunkelheit, die sie manchmal sogar für ein Erkenntnislicht halten.
Dies alles auf eine sogenannte "Kirchenkrise" zurückzuführen ist allerdings grundfalsch. Vielmehr handelt es sich um die üblen Auswirkungen einer gesellschaftlichen Krise und einer Glaubenskrise. Eine geistig und moralisch völlig heruntergekommene Gesellschaft muß zwangsläufig an der anspruchsvollen christlichen Glaubens- und Morallehre scheitern.
Der notorische Rat modernistischer Theologen an die römisch-katholische Kirche, sich gefälligst anzupassen, von Transzendenz, Schöpfungsordnung und Naturrecht zu schweigen und sich stattdessen politically correct als "soziale Größe" zu präsentieren, die seit dem Zweiten Vatikanum ohnehin bereits grotesk mißbrauchte römische Liturgie noch stärker als bisher zu protestantisieren, den Zölibat abzuschaffen und das Frauendiakonat einzuführen, würde den katholischen Glauben vollends in eine beliebige Säkularreligion verwandeln. Das mag für unsere Konsum- und Spaßgesellschaft vielleicht attraktiv sein, würde aber den völligen Zusammenbruch der Kirche eher noch beschleunigen.
Die Überwindung der Krise und die Selbstheilung der Kirche setzt hingegen die Re-Integration der traditionellen römischen Liturgie in das Leben der Kirche, eine theologisch klare und wahre Erneuerung von oben her und eine richtige theologische Beurteilung des heutigen Säkularismus voraus. Davon ist die modernistische Theologie mit ihren Zölibats-und Frauenpriestertums-Ladenhütern und ihren bodenlosen Laienvertreterdiskussionen jedoch meilenweit entfernt und geistig überhaupt nicht in der Lage.
Werner Olles Frankfurt a.M.
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In einem Artikel im Lokalteil der FAZ (Rhein-Main-Zeitung) vom 3. Juni schreibt der Redakteur Stefan Toepfer einen Artikel, der die üblichen dumm-dreisten linken Ideologien wiedergibt, wie sie von den modernistischen und glaubensfernen „Theologen“ verbreitet werden um noch mehr Menschen zu, Glaubensabfall zu motivieren. In diesem Fall sind es Äußerungen des Frankfurter „Theologie“professors Knut Wenzel. Er fordert, die Kirche müssen „erhebliche Übersetzungsanstrengungen“ vornehmen, um den christlichen Glauben verständlich zu machen. Diese „Anstrengungen“ haben aber in den vergangenen 40 Jahren genau das Gegenteil bewirkt. Im Folgenden veröffentlichen wir eine Stellungnahme zu diesem Beitrag, der auch als Leserbrief bei der FAZ eingereicht, aber bisher nicht veröffentlicht wurde.
