| Malta ist gefallen |
|
Sie entspringt der Sittenentartung der Völker und öffnet nah dem Zeugnis der Erfahrung den größten Lastern im öffentlichen und privaten Leben Tür und Tor.
Um so viel schlimmer erscheint dies Übel, wenn man bedenkt, daß in Zukunft kein Zügel start genug sein wird, um die einmal gewährte Erlaubnis zur Ehescheidung innerhalb bestimmter und absehbarer Grenzen zu halten.
Groß ist wahrhaft die Macht des Beispiels, aber größer noch die der Leidenschaft. Infolge dieser Anreizungen werden sie dahinkommen, daß das Verlangen nach Ehescheidung täglich um sich greift und in viele Herzen eindringt gleich einer ansteckenden Seuche oder einem mächtigen Strom, der die Dämme durchbricht und das Land überschwemmt." (Pius XI.)
Benedikt XVI. hatte sich bei seinem Besuch auf der Insel im Jahr 2009 gleichlautend geäußert.
Mit einer Mehrheit von etwa 53 Prozent der abgegebenen Stimmen votierten die Wähler des EU-Staats ein „Scheidungsrecht“. Die Bischöfe und der Premierminister hatten sich für den staatlichen Schutz des Ehebandes ausgesprochen. Allerdings war die Wahlbeteiligung die niedrigste in der Geschichte Maltas. Vermutlich lag der Grund in dieser geringen Wahlbeteiligung in dem Versuch der Katholiken, die Entscheidung zu vermeiden.
Malta ist außer den Philippinen das einzige Land auf der Welt, das Scheidungen bislang verboten hat.
Es ist davon auszugehen, daß die Parlamentarier des Landes dieses Referendum in staatliches Gesetz umsetzen. Katholische Parlamentarier sind vom Naturrecht gehalten, trotz der Entscheidung bei der Gesetzgebung mit Nein zu stimmen.
|
Aktuelle Ausgabe
- CIVITAS Heft 16-2013 (2013.02.07)
Aktuell online
Wir haben 14 Gäste onlineTermine
am 15.06.2013 14:00
Die Republik Malta, eines der letzten katholischen Gemeinwesen der Erde, hat mit einem Volksentscheid die sog. „Ehescheidung“ eingeführt. Die Päpste haben vor diesem großen Übel immer gewarnt. "Nichts trägt so sehr zum Verderben der Familie und zum Umsturz der Staaten bei, wie die Sittenverderbnis. Daher ist es leicht ersichtlich, daß die größte Feindin der Wohlfahrt von Familie und Staat die Ehescheidung ist.
